Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 28.11.2018


EBEL

Haie-Aufholjagd umsonst, Znojmo rückt näher

Das erste Drittel verschlafen, erst dann fanden die Innsbrucker zur alten Stärke zurück. In Znojmo war für die Haie nichts zu holen.

Alexandre Lavoie (l.) sorgte für die frühe Haie-Führung, doch dann wendete sich das Blatt. (Archivfoto)

© gepaAlexandre Lavoie (l.) sorgte für die frühe Haie-Führung, doch dann wendete sich das Blatt. (Archivfoto)



Innsbruck — Der Anfang prägt, das Ende haftet. So lässt sich wohl der Haie-Auftritt in der Erste Bank Eishockey Liga bei Znojmo umreißen, bei dem die Innsbrucker zunächst schnell aus den Startlöchern kamen. Alexandre Lavoie (2.) sorgte für die Führung und ließ die Hoffnung aufkeimen, dass entgegen dem Verlauf vorangegangener Spiele diesmal von Beginn an der Schalter umgelegt werden würde.

Weit gefehlt, denn die Pro­tagonisten aus der 30.000-Einwohner-Stadt in Südmähren drehten das Match binnen sieben Minuten, zum 4:1 trugen auch zwei Powerplay-Tore bei. Lag es an Aussetzern, die den Gastgebern diesen Vorsprung bescherten? Lag es an Torhüter Rene Swette, der nur 71,4 Prozent Fangquote aufwies und durch Luka Gracnar ersetzt wurde (am Ende 92,3 %)? Oder lag es am Ausfall von Michael Boivin, der die Verteidigung aufgrund einer Drei-Spiele-Sperre auf fünf Mann dezimierte? So sah es jedenfalls nach Spielschluss ein hörbar gereizter HCI-Coach Rob Pallin: „Wir brauchen für diese Liga noch einen Verteidiger, denn wir können nicht mit einem Jungen in der ersten Linie antreten." Gemeint war Philipp Lindner (23), der einen schweren Stand hatte.

Pallin vermerkte zwar, dass man „so viele Chancen hatte", aber das half am Ende auch nichts mehr. Nach nur 19 Sekunden im zweiten Drittel fiel das 1:5, da endlich besannen sich die Innsbrucker ihrer Stärke. Nach Treffern von Sedivy (30./PP), Clark (39./PP) und Koper (49.) hieß es plötzlich 4:5 und Erinnerungen an so manche verrückte Partie der vergangenen Wochen wurden wach. Den Haien gelang nichts, Znojmo betrieb Ergebniskosmetik und ging in der Tabelle mit den Tirolern auf Tuchfühlung.

Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich am Freitag (19.15 Uhr), wenn EBEL-Schlusslicht Villach in der Tiwag-Arena gastiert. Boivin wird den Haien dabei einmal mehr fehlen. (floh)

Erste Bank Eishockey Liga

1. Graz 99ers22 85:5745

2. KAC21 63:4243

3. HC Bozen22 61:4941

4. Vienna C.22 67:6241

5. Salzburg22 91:6339

6. Linz22 63:6435

7. HC IBK22 81:8231

8. Znojmo21 58:7227

9. Dornbirn22 59:6626

10. Fehervar22 67:8626

11. Zagreb20 47:7320

12. Villach22 53:7916