Letztes Update am Do, 29.11.2018 22:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Schmidhofer Schnellste im letzten Lake-Louise-Abfahrtstraining

Auch Ramona Siebenhofer (5.), Christine Scheyer (9.) und Cornelia Hütter (10.) landeten in den Top Ten.

 „Es war richtig cool, wieder eine gute Fahrt“, sagte Schmidhofer.

© APA/AFP/Mark Ralston „Es war richtig cool, wieder eine gute Fahrt“, sagte Schmidhofer.



Lake Louise – 7,2,1: Nicole Schmidhofer hat in den Trainings für die alpinen Ski-Weltcup-Abfahrten in Lake Louise immer einen Schritt nach vorne gemacht. Am Donnerstag markierte die 29-jährige Steirerin mit 1:48,37 Minuten die Bestzeit und untermauerte damit ihre Anwartschaft auf einen Spitzenplatz. Auch Ramona Siebenhofer (5.), Christine Scheyer (9.) und Cornelia Hütter (10.) landeten in den Top Ten.

„Es war richtig cool, wieder eine gute Fahrt“, sagte Schmidhofer. Dafür mitverantwortlich ist auch das gute Material. „Der Fischer geht, es ist cool, dass sich das bestätigt“, betonte die Super-G-Weltmeisterin. Sie habe im Vergleich zum letzten Jahr, das Gefühl, alles „beinander“ zu haben. „Deswegen ist eine gewisse Lockerheit vorhanden gewesen vom ersten Training an“, erläuterte Schmidhofer.

Die Saison startet für sie am Freitag (20.30 Uhr), die zweite Abfahrt folgt am Samstag (20.30). „Man darf sich da keinen Fehler leisten“, wusste die Trainingsschnellste. Sie hoffte auf einen ähnlich guten Lauf im Rennen, als Topfavoritin sah sie sich aber nicht. „Ein Top-5-Platz wäre ein Traum“, meinte Schmidhofer. In Lake Louise war sie bisher noch nie in der Abfahrt auf dem Podest, im Super-G war sie 2017 aber Dritte.

Dritte war Siebenhofer in der Abfahrt 2015. Ein ähnlicher Erfolg ist der 27-jährigen Markenkollegin von Schmidhofer durchaus zuzutrauen. „Ich habe viel probiert, auch vom Material her und glaube, dass ich für morgen alles beinander habe“, blickte Siebenhofer positiv voraus. Unter Druck setzen ließ sie sich aber nicht. „Ich will einfach mit meiner Fahrt zufrieden sein, was die anderen machen, kann ich ja nicht beeinflussen“, sagte die Steirerin.

Scheyer hatte am Dienstag den ersten Testlauf für sich entschieden, zum Abschluss gab es Rang neun. „Unter eine Sekunde Rückstand, das war gut. Ich habe mich richtig wohlgefühlt, die Piste ist richtig cool“, war die 24-Jährige guter Dinge. Hütter wurde unmittelbar dahinter Zehnte. „Ich habe ein paar Passagen antesten probiert, dass ich schon fast mit Renn-Speed hinkomme. Ein paar Kurven habe ich aber noch nicht so erwischt, wie ich mir das vorstelle“, analysierte die Steirerin. Der Grund-Speed passe jedenfalls. Auch deshalb nimmt sie den ganz großen Coup ins Visier. „Ich bin ziemlich zuversichtlich, sehr positiv gestimmt, es könnte ein richtig cooles Wochenende werden“, hoffte Hütter. Ihr liegt das Gelände sehr gut, 2015 war sie Zweite und Dritte, im Vorjahr stand sie einmal ganz oben auf dem Podest.

Ohne Druck geht Anna Veith ins Rennen, die im dritten Training mit 2,38 Sekunden Rückstand Rang 26 belegte. Sie hatte ganz oben bereits einen Stein erwischt. „Ich habe dann eine Unsicherheit gehabt beim Fahren, habe das Gefühl gehabt, dass ich ganz weit weg bin vom Limit. Es war ganz schlecht. Gott sei Dank ist das Rennen erst morgen“, sagte die 29-jährige Salzburgerin.

Mit einer absoluten Topplatzierung spekulieren darf Mikaela Shiffrin. Der US-Allrounderin fehlten am Donnerstag nur 0,51 Sekunden auf Schmidhofer. Das reichte für Rang vier, tags zuvor war sie Achte gewesen. „Ich fühle mich gut, es geht immer besser, es macht Spaß“, sagte das Technik-Ass. Im Vorjahr hatte Shiffrin einen Tag nach Hütters Erfolg die zweite Abfahrt in Lake Louise gewonnen. „Ich bin letztes Jahr da gut gefahren, das garantiert dir aber jetzt keinen Erfolg. Wir starten hier in die Speed-Saison, dann wird man sehen, wo man steht“, betonte die 23-jährige Riesentorlauf-Olympiasiegerin. (APA)