Letztes Update am So, 02.12.2018 22:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Volleyball

3:0-Heimsieg über Berlin: Hypo fertigte den Meister ab

1200 Zuschauer erlebten in der Olympiahalle Volleyball auf höchstem Niveau und spendeten nach dem 3:0-Heimsieg über Berlin Standing Ovations.

© ForcherDurchschlagskräftig über drei Sätze lang: der russische Alpenvolleys-Legionär Kirill Klets.



Von Daniel Suckert

Innsbruck – „Ja is denn heut’ scho Weihnachten?“, fragte einst der Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer in einem Werbespot. Am Sonntag fragten sich das die 1200 Tiroler Volleyball-Fans in der Olympiahalle. Denn die Alpenvolleys ließen dem Meister aus Berlin keine Chance und fertigten diesen in 90 Minuten mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:17) ab.

Nicht nur Hypos Außenangreifer Pawel Halaba war nach der 3:0-Gala über den Meister außer Rand und Band.
- Forcher

Wie hoch die Qualität des Hypo-Kaders heuer ist, war schon vor dem Duell klar. Als Tabellenführer und mit weißer Weste ging die Truppe von Headcoach Stefan Chrtiansky in den Schlager. Dass man unter der Woche beim CEV-Cup-Hinspiel mit 3:2 gegen den serbischen Vertreter Novi Sad triumphieren konnte, brachte in Sachen Selbstvertrauen noch einmal einen wichtigen Schub.

Und das merkte man in den entscheidenden Situationen. Dabei brauchten Kapitän Dougi da Silva und Co. am Beginn noch etwas Anlaufzeit. Die Berliner zogen recht schnell auf 8:5 und 14:10 davon. Erst ab Mitte des ersten Durchgangs glänzten die Dunkelblauen dann in puncto Service, Annahme und Block. Souverän nützte man den zweiten Satzball zum 25:19.

Angepeitscht von 1200 Zuschauern und dem überragenden Hypo-Legionär Kirill Klets gaben die Hausherren das Spielheft weiter nicht aus der Hand. Und das mit einem stetigen Punkte-Polster. Die Berliner versuchten alles, prallten aber regelmäßig am Block der Innsbrucker ab. So gab es um kurz vor 19 Uhr den nächsten lauten Jubel, als der zweite Satzgewinn (25:22) zu Buche stand.

„Das Haus steht kopf“, brüllte der Hallensprecher der Dunkelblauen beim Stand von 16:10 im dritten Durchgang ins Mikrophon. Der Anhang dankte es mit etlichen La-Ola-Wellen. Und die Party riss nicht mehr ab: 25:17. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, hallte es danach.

Und mittendrinnen ein überglücklicher Headcoach Chrtiansky: „Was soll ich sagen? Wir haben heute ganz wenig Fehler gemacht und der Sieg im CEV-Cup am Donnerstag war immens wichtig für den Kopf.“ Und wie sieht der Slowake nach so einer Gala die Meisterchancen seiner Truppe? Chrtiansky: „Meister? Darüber reden wir am Ende der Saison. Es geht noch sehr lange.“