Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Volleyball

Hypos Volleyballer surfen weiter die perfekte Welle

Die Volleyballer der Hypo Tirol Alpenvolleys eilen von Erfolg zu Erfolg. Trainer Chrtiansky genießt und tritt auf die Euphoriebremse.

© Forcher„Bitte lächeln“: Die Tiroler Volleyballer der Alpenvolleys geben auch nach Spielende eine gute Figur ab.



Von Daniel Suckert

Innsbruck – Der „Meisterbesieger“ darf sich seit gestern auch CEV-Achtelfinalist nennen – die dunkelblauen Akteure ließen nach dem sonntägigen Liga-Heimerfolg über Meister Berlin am Mittwochabend gegen Novi Sad nichts mehr anbrennen (3:1) und stiegen in die nächste CEV-Runde auf.

„Zurzeit muss ich nicht viel machen“, erklärte der Vater des Erfolgs, Stefan Chrtiansky, gestern auf dem Weg zum Flughafen. Der Innsbrucker Profi­club ließ es sich nicht nehmen, erst am Tag nach dem Auf- stieg nach Hause zu reisen.

Dass die „Party“ auch einmal ein Ende finden könnte, ist dem Trainerfuchs klar: „Es ist angenehm, wird aber kein Dauerzustand sein.“ Und viel Zeit zum Feiern bleibt so und so nicht. Bereits morgen (19 Uhr) steht das Derby in Herrsching an. Chrtiansky: „Dort erwartet uns ein Hexenkessel.“

Den Schlüssel des derzeitigen Erfolgs macht der Langzeit-Trainer an drei Punkten fest: Zunächst sei einmal die Spielerauswahl bewusst so getroffen worden, dass sich die Harmonie am Parkett schnell(er) als sonst einstellt. Zudem „sind sechs Spieler geblieben und das merkt man. Die Jungs waren im Sommer fast alle da und nur wenige bei ihren Nationalteams. Die möglichen Abstimmungsschwierigkeiten sind ausgeblieben.“

Und da war noch ein wenig Glück bei den anfänglichen Ergebnissen. In der Liga hat man alle brenzligen Situationen gleich entschärfen können und parallel zu jedem Sieg jede Menge Selbstvertrauen getankt.

Diese Kombination hat die Hypo Tirol Alpenvolleys zur Nummer eins in der deutschen Liga reifen lassen. Und das erst im zweiten Jahr des Bestehens. Deutsche Medien haben den Überfall der „Tiroler Buabn“ honorierend notiert. Und nicht nur der ein oder andere Optimist sieht Hypo als (Mit-)Favoriten auf die heurige Meisterschaft.