Letztes Update am Di, 15.01.2019 11:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Australian Open

Serena Williams und Zverev bei den Australian Open eine Runde weiter

Sportlich sorgte Serena Williams mit einem 6:0,6:2-Sieg gegen Tatjana Maria für Aufsehen. Aber auch optisch setzte die US-Amerikanerin mit einem grünen Einteiler für ein Highlight.

Serena Williams spielte zum Auftakt der Australian Open groß auf.

© imago sportfotodienstSerena Williams spielte zum Auftakt der Australian Open groß auf.



Melbourne – Die Topstars der mit 39,17 Mio. Euro dotierten Australian Open haben sich am Dienstag, dem zweiten Tag des ersten Tennis-Majors des Jahres, vorerst keine Blöße gegeben. Top-Favorit Novak Djokovic machte mit dem US-Amerikaner Mitchell Krueger beim 6:3,6:2,6:2 kurzen Prozess. Auch Alexander Zverev und Serena Williams kamen u.a. mit glatten Siegen sicher weiter.

Geschwollener Knöchel kann Zverev nicht stoppen

Djokovic, der nach Wimbledon und den US Open sein drittes Grand-Slam-Event in Folge gewinnen möchte, war nach etwas mehr als zwei Stunden und 42 Winnern mit dem US-Qualifikanten fertig. Damit haben mit Roger Federer und Rafael Nadal, die am Vortag siegten, die Top 3 die erste Hürde glatt gemeistert. Djokovic und Federer gehen in Melbourne auf den jeweils siebenten Einzeltitel los, was bei diesem Major Rekord wäre.

Auch der als Nummer 4 gesetzte Deutsche Alexander Zverev, dem man nach seinem Triumph bei den ATP Finals nun auch den Durchbruch bei den Grand Slams zutraut, war gegen den Slowenen Aljaz Bedene beim 6:4,6:1,6:4 Chef auf dem Platz. Ein leicht geschwollener Knöchel hat Zverev jedenfalls nicht stoppen können. Überraschend kam hingegen das Aus seines Bruders Mischa, der allerdings eine Handverletzung beklagt, gegen das australische Talent Alexei Popyrin. Der erst 19-jährige 1,96-m-Mann aus Sydney trifft nun entweder auf Dominic Thiem (AUT-7) oder Benoit Paire (FRA).

Serena sorgt für Aufsehen

Serena Williams ist wie erwartet wie ein Wirbelwind in ihr bereits 70. Grand-Slam-Turnier gestartet. 6:0,6:2 hieß es gegen Tatjana Maria (GER) nach 49 Minuten. Williams sorgte nicht nur spielerisch, sondern auch von ihrem Outfit her wieder einmal für Gesprächsstoff: Sie spielte in einem eng anliegenden, grünen Einteiler. Weiters spielte die Ex-Nummer eins wieder mit Kompressionsstrümpfen, die mehr wie Netzstrümpfe aussehen.

Mit ihrem grünen Einteiler sorgte Serena Williams für ein optisches Highlight.
Mit ihrem grünen Einteiler sorgte Serena Williams für ein optisches Highlight.
- AFP

Williams hat vor zwei Jahren, damals mit Tochter Olympia schwanger, die Australian Open gewonnen und war im Vorjahr in Babypause. Nun möchte sie in Melbourne ihren 24. Major-Titel holen und den Allzeitrekord von Margaret Court egalisieren.

Asarenka gescheitert

Ausgeschieden ist unerwartet auch die zwar ungesetzte, aber höher eingestufte Ex-Nummer 1 Viktoria Asarenka, die sich der Deutschen Laura Siegemund mit 7:6,4:6,2:6 beugen musste.

Nach John Isner am Auftakttag ist auch bei den Damen die erste Top-Ten-Spielerin gleich in ihrem ersten Match gescheitert. Die Russin Darina Kasatkina (WTA-10.). Die Schweizerin Timea Bacsinszky, die nach einer Handgelenks-OP ihr letztes geschütztes Ranking nutzt, geriet nur zu Beginn mit 0:3 in Rückstand, machte dann aber zwölf Games en suite.

Einer der Erstrundenschlager konnte die Erwartungen nicht erfüllen: Bresnik-Schützling Ernests Gulbis musste beim Stand von 6:3,1:3 wegen einer Rückenverletzung gegen den Schweizer Stan Wawrinka aufgeben. „Stan the man“ trifft nun auf den als Nummer 16 gesetzten Kanadier Milos Raonic oder Lokalmatador Nick Kyrgios (im Gange, Raonic führt 2:0-Sätze, Anm.).

Schnapsbrennerei als Platzsponsor

Aus österreichischer Sicht interessant ist auch das Abschneiden der beiden chilenischen Einzelspieler. Sowohl Nicolas Jarry (Dreisatz-Niederlage gegen Ryan Harrison/USA) als auch Christian Garin (nur vier Games gegen David Goffin/BEL) mussten sich gleich verabschieden. Die Chilenen sind am 1./2. Februar in der Weltgruppen-Qualifikationsrunde in Salzburg Gegner von Dominic Thiem und Co.

Kuriosum am Rande: Dass der umbenannte Showcourt 2 nun „1573 Arena“ heißt, ist kein Druckfehler. Die Veranstalter haben den Namen des Courts an eine chinesische Schnapsbrennerei verkauft, die seit diesem Jahr existiert.(APA)