Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.02.2019


Volleyball

Ein Alpenvolleys-Erfolg mit Schönheitsfehler

Nicht nur wegen einer leichten Grippe war Hypo-Headcoach Stefan Chrtiansky verschnupft.

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© gepa



Von Daniel Suckert

Innsbruck – „Meine Stimme ist nicht ganz da“, erklärte Headcoach Stefan Chrtiansky gestern leicht verschnupft. Der Slowake laboriert schon seit zwei Tagen an einem grippalen Infekt. Und da war auch der knappe 3:2-Heimerfolg seiner Volleyballer über Nachzügler Giesen in der Innsbrucker Olympiaworld, der ihm säuerlich aufstieß.

„Ich habe meine Jungs ja gewarnt“, holte der Erfolgscoach der Tiroler aus. „Wir hatten viele starke Momente, in Summe aber zu wenig Konstanz in unserem Spiel. Das hätte sich fast gerächt.“

Giesen trat in der Tiroler Landeshauptstadt mit viel Selbstvertrauen auf und gab keinen Ball verloren. Das wurde im zweiten und vierten Satz belohnt. Vor allem der Franzose Jérôme Clère brachte die Dunkelblauen beinahe zum Verzweifeln. „Unsere Blockleistung war da nicht auf dem üblichen Level“, ergänzte Chrtiansky, der bereits am kommenden Sonntag (17 Uhr) mit seinen Alpenvolleys beim VCO Berlin ran muss.

An dem Abend passte es auch ins Bild, dass Hypos russischer Legionär Kirill Klets zwar nicht seinen besten Tag hatte, trotzdem mit 27 Punkten Topscorer war. Chrtiansky: „Das Positivste an dem Abend war sicher das Endergebnis.“

Mit den gewonnenen zwei Punkten rutschten die Innsbrucker seit Langem wieder einmal auf Rang zwei ab. Vizemeister Friedrichshafen (mit einem Spiel mehr) hatte mit dem klaren 3:0-Triumph über Herrsching die Führung zurückerobert.

Mit dieser Momentaufnahme wollte sich der Trainerfuchs aber nicht zu intensiv beschäftigen: „Es sind noch genügend Spiele und erst kurz vor den Play-offs werden wir schauen, wo wir stehen. Wir haben noch genügend schwere Aufgaben – ich will, dass meine Spieler sich von einer Aufgabe auf die nächste konzentrieren.“

Erleichtert war am Tag danach auch Marketing-Chef Christian Sigl. Der „Ladies Day“ war für ihn und sein Team ein Erfolg. Dass gegen einen Nachzügler doch 800 Anhänger den Weg in die Innsbrucker Olympiaworld fanden, nahm Sigl zufrieden zur Kenntnis: „Im März stehen die nächsten Innsbruck-Spiele an, da erwarte ich mir noch einen Schub.“