Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.03.2019


Volleyball

Alpenvolleys-Coach Chrtiansky: „Jungs müssen aufhören rechnen“

Nach der Niederlage gegen Frankfurt gab es bei Hypo Gesprächsbedarf.

Haderte mit dem Auftritt seiner Truppe: Stefan Chrtiansky.

© gepaHaderte mit dem Auftritt seiner Truppe: Stefan Chrtiansky.



Innsbruck – Dass man gegen den letztjährigen Dritten der deutschen Volleyball-Liga, Frankfurt, verlieren kann, steht außer Frage. Trotzdem zeigte sich auch der Headcoach der Hypo Tirol Alpenvolleys, Stefan Chrtiansky, etwas verwundert, dass seine Truppe vor 900 Fans in der Olympiahalle mit 2:3 den Kürzeren zog.

„Die Jungs waren mental nicht da, wo ich sie nach dem 3:2-Sieg bei Friedrichshafen erwartet habe“, startete der Slowake gestern seine Nachbesprechung: „Sie müssen aufhören zu rechnen.“ Das belastende Kopfkino würde so oder so noch früh genug kommen. Spätestens, wenn die Play-offs nach den letzten beiden Grunddurchgangsspielen (Düren, VCO Berlin) starten.

Am Samstagabend überraschten die Leistungsträger mit Schwankungen. Chrtiansky: „Einmal war Hug­o nicht auf der Höhe, dann Kiril­l (Klets, Anm.), dann Pawe­l (Halaba, Anm.) – nie waren alle zugleich präsent.“ Vor allem den vierten Satz hätte man nicht mehr aus der Hand geben dürfen: „Da haben wir ab Punkt 16, 17 nicht mehr mit der letzten Konsequenz gespielt.“

So wanderte – statt drei – nur ein Zähler auf das Punktekonto des Proficlubs. Und weil Vizemeister Friedrichshafen gestern sein Auswärtsspiel beim VCO Berlin mit 3:0 gewann, verloren die Dunkelblauen ihre Tabellenführung.

Am kommenden Wochenende wird es nicht leichter für die Chrtiansky-Akteure: Da kommt mit Düren der nächste knifflige Gegner in die Innsbrucker Olympiahalle (16. März, 18 Uhr). (suki)