Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.03.2019


Sport Report

12 Stunden auf der Buckelpiste

Rene Binder startet an diesem Wochenende bei den 12 Stunden von Sebring (USA).

Rene Binder hat sich mit dem Cadillac seines Teams Juncos für Sebring einiges vorgenommen.

© Richard Prince/rprincephoto.comRene Binder hat sich mit dem Cadillac seines Teams Juncos für Sebring einiges vorgenommen.



Von Alois Moser

Daytona – Der Tiroler Rene Binder ist in diesem Motorsportjahr zweigleisig unterwegs: Neben dem Le-Mans-Engagement mit dem französischen Team Panis-Barthez Compétition gibt der Zillertaler auch in Übersee Gas. Nicht mehr in der IndyCar-Serie – aber die Namen sind auch in der IMSA-Langstreckenserie klingend.

Nach den 24 Stunden von Daytona, die der 27-Jährige mit seinem Team Juncos auf Platz acht seiner Klasse beendete, stehen am kommenden Wochenende die 12 Stunden von Sebring an. „Es wäre wichtig, den Speed, den wir zuletzt gezeigt haben, auch auf der schwierigen Strecke von Sebring zu bestätigen und unseren Cadillac möglichst ohne Zwischenfälle über die Distanz zu bringen“, hat sich der aus dem Formelsport kommende Zillertaler schnell auf die Herausforderungen des Langstreckensports eingestellt. Dort gilt es nicht nur schnell zu sein, sondern am Ende auch ins Ziel zu kommen – frag’ nach bei Toyo­ta, deren Bolide bei den 24 Stunden von Le Mans 2016 in der letzten Runde in Führung liegend den Geist aufgab. „Wir haben bei der Zuverlässigkeit einen großen Schritt nach vorne gemacht“, hofft Binder das Beste. Sebring, das zum Teil noch mit einem Betonbelag aus den Nachkriegsjahren aufwartet, gilt allgemein als „Buckelpiste“. Für einen skiaffinen Zillertaler wie Binder sollte das also kein Problem sein: „Ich habe mich gut vorbereitet.“

Nach dem achten Platz beim verregneten Saisonauftakt in Daytona hängen die Trauben für den Serienneuling Juncos beim zweiten Auftritt aber schon etwas höher: „Ohne Elektronikprobleme hätten wir schon im ersten Rennen ein Top-Ergebnis holen können. Das wollen wir diesmal nachholen.“

Langstrecken-Rookie Binder ist in der IMSA-Serie in bester Gesellschaft: Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso, der die 24 Stunden von Daytona zum Auftakt gewonnen hat, ist in Sebring nicht am Start, dafür andere ehemalige Formel-1-Piloten wie Brendon Hartley (NZL) oder Juan Pablo Montoya (COL).

Binder selbst wechselt sich im Juncos-Cockpit mit Will Owen (USA) und Agustin Canapino (ARG) ab.

Start zu den 12 Stunden von Sebring ist am Sonntag um 10.40 (Ortszeit), der Livestream ist auf www.imsa.com zu finden.