Letztes Update am Sa, 13.04.2019 18:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel E

Neuseeländer Evans triumphiert bei Formel E-Geduldsrennen in Rom

Eine lange Rot-Phase nach einer Massenkarambolage hatte das Rennen in Rom 50 Minuten lang unterbrochen. Am Ende setzte sich der neuseeländische Jaguar-Pilot Mitch Evans durch. Pass-Österreicher Maximilian Günther ging kurz vor dem Finish der Akku aus.

Jaguar-Fahrer Mitch Evans feiert seinen Sieg neben dem Deutschen Andre Lotterer auf dem zweiten Platz.

© AFPJaguar-Fahrer Mitch Evans feiert seinen Sieg neben dem Deutschen Andre Lotterer auf dem zweiten Platz.



Rom – In der Formel E ähnelt weiter kein Siegergesicht dem anderen. Der siebente WM-Lauf der Elektro-Rennklasse hat den siebenten unterschiedlichen Saison-Gewinner vom siebenten Rennstall gebracht. Jaguar-Pilot Mitch Evans setzte sich am Samstag in einem turbulenten und lange Zeit mit Roter Flagge unterbrochenen Europa-Auftakt in Rom durch.

Evans verwies Pole-Mann Andre Lotterer aus Deutschland und den Belgier Stoffel Vandoorne auf die Plätze und ist damit der erste Führende der fünfteiligen Europa-Serie, die vom österreichischen Stahlriesen Voestalpine als namensgebender Sponsor unterstützt wird. In der WM-Wertung löste Mahindra-Fahrer Jerome D‘Ambrosio (65) den zuvor führenden Antonio Felix da Costa (BMW/64) ab.

Jaguar vor Techeetah: Mitch Evans beim Überholen von Andre Lotterer.
Jaguar vor Techeetah: Mitch Evans beim Überholen von Andre Lotterer.
- AFP

Massenkarambolage kurz nach Start

Das Rennen war von einer 50-minütigen Unterbrechung aufgrund einer Massenkarambolage kurz nach dem Start geprägt. Die Teams nutzten die Zwangspause, um an ihren Fahrzeugen zu arbeiten. Nach dem Neustart entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen Lotterer und Evans, der erst um 17.40 Uhr mit dem Premierensieg des Neuseeländers endete.

Pass-Österreicher Maximilian Günther, der mit deutscher Lizenz fährt, ging kurz vor dem Finish der Akku seines Dragon-Elektro-Autos aus. Der 21-Jährige hatte zuvor mit Qualifying-Rang fünf aufgezeigt und war auf dem besten Weg, sein bisher bestes Karriere-Ergebnis (Rang zwölf) zu verbessern. Ein verpatztes Rennen erlebte Venturi-Teamchefin Susie Wolff, denn mit Felipe Massa und Hong-Kong-Sieger Edoardo Mortara schieden beide Fahrer früh aus.

Es folgen nun noch die vier Europa-Bewerbe von Paris (27. April), Monaco (11. Mai), Berlin (25. Mai) und Bern (22. Juni). Danach reist die Elektro-Serie zum Saisonfinale nach New York, wo zwei Rennen (13. und 14. Juli) auf dem Programm stehen. (APA)