Letztes Update am Do, 16.05.2019 09:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Blutdoping-Skandal

Nach Doping-Verdacht: Petacchi nicht mehr Co-Kommentator beim Giro

Der ehemalige Sprintstar will seine Verteidigung vorbereiten. Petacchi beteuerte im italienischen TV, den Doping-Arzt Mark S. nie gesprochen oder getroffen zu haben.

Alessandro Petacchi gewann in seiner Karriere 48 Etappen bei den großen Rundfahrten Giro, Vuelta und Tour de France.

© AFPAlessandro Petacchi gewann in seiner Karriere 48 Etappen bei den großen Rundfahrten Giro, Vuelta und Tour de France.



Mailand – Nach den Doping-Anschuldigungen im Zuge der „Operation Aderlass“ gab der frühere italienische Radstar Alessandro Petacchi seinen Job als Co-Kommentator beim TV-Sender RAI während des Giro d‘Italia vorerst auf. Er müsse erst einmal mit dem Anwalt sprechen und seine Verteidigung vorbereiten, sagte Petacchi, der im italienischen TV seine Unschuld beteuerte: „Ich habe den Arzt nie getroffen oder gesprochen.“

Der Radsport-Weltverband UCI hatte am Mittwoch drei Radprofis und einen Funktionär wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in den Blutdoping-Skandal um den Erfurter Sportarzt Mark S. suspendiert. Die UCI beruft sich auf Erkenntnisse der staatlichen Ermittlungsbehörden in Österreich, wonach die drei Sportler 2012 und 2013 Bluttransfusionen bekommen haben sollen.

Der heute 45-jährige Petacchi konnte in seiner Karriere zahlreiche Etappen beim Giro d‘Italia, der spanischen Vuelta und der Tour de France gewinnen. 2008 war er wegen Dopings für zehn Monate gesperrt worden. Neben Petacchi wurden auch der Kroate Kristijan Durasek (UEA Team Emirates) und Kristijan Koren aus Slowenien (Bahrain Merida) sowie der stellvertretende Sportdirektor des Teams Bahrain, Borut Bozic aus Slowenien, suspendiert. (dpa)