Letztes Update am Di, 21.05.2019 13:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik

Caster Semenya weicht auf 3000-Meter-Distanz aus

Südafrikanerin hat für das Diamond-League-Meeting Ende Juni in Stanford genannt.

Caster Semenya ist in einen Streit rund um ihrer Hormonwerte verwickelt.

© APA/AFP/JEWEL SAMADCaster Semenya ist in einen Streit rund um ihrer Hormonwerte verwickelt.



Johannesburg – Die 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya weicht im Streit um ihre Hormonwerte auf die 3.000-m-Strecke aus. Die 28-Jährige tritt nach Angaben der Veranstalter am 30. Juni beim Diamond-League-Meeting in Stanford/USA über diese Distanz an. Nach dem Urteil des Obersten Sportgerichts hatte sie angekündigt, sich nicht wie vom Leichtathletik-Weltverband verlangt, einer Hormontherapie zu unterziehen.

Die IAAF verpflichtet Läuferinnen mit intersexuellen Anlagen, einen Testosterongehalt von fünf Nanomol pro Liter Blut nicht zu überschreiten. Damit soll ein Wettbewerbsvorteil verhindert werden. Um weiterhin bei Rennen von 400 m bis zu einer Meile antreten zu können, müsste die dreifache 800-m-Weltmeisterin Semenya daher ihren Testosteronwert mittels Medikamenten senken.

Konzentration auf längere Strecken

Semenya konzentriert sich nun offensichtlich auf längere Strecken, kürzlich siegte sie bei den südafrikanischen Meisterschaften über 5.000 Meter. Südafrikas Leichtathletik-Föderation (ASA) hat bereits angekündigt, beim Schweizer Bundesgericht Berufung gegen die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) zuzulegen.

Südafrika werde sich zudem bei der UN-Vollversammlung darum bemühen, eine Sanktionierung des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) wegen Verletzung der Menschenrechte zu erreichen, erklärte Ministerin Tokozile Xasa. (APA)