Letztes Update am Di, 28.05.2019 21:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Giro d‘Italia

Carapaz auch nach Königsetappe des Giro d‘Italia Spitzenreiter

Der Ecuadorianer Richard Carapaz erreichte das Ziel des 16. Abschnitts des Giro gemeinsam mit Vincenzo Nibali in einer Verfolgergruppe. Der Italiener ist 1:47 Minuten zurück erster Verfolger von Carapaz.

Richard Carapaz aus Ecuador (links).

© AFPRichard Carapaz aus Ecuador (links).



Ponte di Legno – Richard Carapaz aus Ecuador trägt auch nach der Königsetappe des 102. Giro d‘Italia das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Der 25-jährige Radprofi erreichte am Freitag nach der Klettertour mit dem Mortirolo-Pass als Höhepunkt das Ziel des 16. Abschnitts in Ponte di Legno gemeinsam mit Vincenzo Nibali in einer Verfolgergruppe. Der Italiener ist nun 1:47 Minuten zurück erster Verfolger von Carapaz.

Denn Primoz Roglic vermochte auf den 196 Kilometern der wegen des unbefahrbaren Gavia-Passes verkürzten Etappe nicht mit den übrigen Sieganwärtern mitzuhalten. Der Slowene, der angeblich an Magenproblemen laboriert, verlor im Anstieg zum gefürchteten Mortirolo (1.854 m) bei Regen und Kälte den Anschluss, büßte gemeinsam mit Simon Yates (GBR) und Bauke Mollema (NED) rund eineinhalb Minuten auf die Rivalen ein und rutschte vom zweiten auf den dritten Rang (+2:09 Min.) ab.

Carapaz hatte Grund zu jubeln.
Carapaz hatte Grund zu jubeln.
- AFP

Giulio Ciccone Tagessieger

Den Tagessieg sicherte sich im Sprint eines Spitzenduos der Italiener Giulio Ciccone (Trek) vor dem Tschechen Jan Hirt (Astana), dem Gewinner der Österreich-Rundfahrt 2016. Im gleichen Jahr hatte Ciccone als bisher jüngster Fahrer mit 21 Jahren seine erste Giro-Etappe gewonnen. Drei Jahre später doppelte er im Trikot des besten Kletterers und schlotternd vor Kälte nach. Es war der heuer erste Giro-Etappensieg des Trek-Teams mit dem Oberösterreicher Michael Gogl.

Der zweifache Giro-Sieger Nibali startete etwa zur Hälfte des steilen Anstiegs eine Attacke, kam aber nicht entscheidend weg. Da half es auch nicht, dass der Sizilianer in seinem Bruder Antonio und Damiano Caruso, die aus der Spitzengruppe zurückgefallen waren, noch über zwei Helfer seines Bahrain-Teams verfügte. Der Spanier Mikel Landa führte seinen Movistar-Teamkollegen Carapaz noch vor der Passhöhe des Mortirolo wieder heran. Im 15 km langen, aber nicht steilen Anstieg in den Zielort im Nationalpark Stilfser Joch neutralisierten sich die Asse.

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