Letztes Update am Do, 30.05.2019 15:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


French Open

Thiem mit Bauchweh gegen Kasachen Bublik eine Runde weiter

Nach exakt zweieinhalb Stunden stand Dominic Thiem beim 6:3,6:7,6:3,7:5 gegen den Kasachen Alexander Bublik als Sieger fest. In der nächsten Runde wartet Pablu Cuevas aus Uruguay.

Dominic Thiem hatte härter zu kämpfen als erwartet.

© gepaDominic Thiem hatte härter zu kämpfen als erwartet.



Paris – Mit einigem Bauchweh stieß Dominic Thiem am Donnerstag zum vierten Mal en suite in die dritte Runde von Roland Garros vor. Der als Nummer 4 gesetzte Niederösterreicher vermied mit Mühe einen fünften Satz und besiegte den Kasachen Alexander Bublik nach 2:30 Stunden mit 6:3,6:7(6),6:3,7:5. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft Thiem am Samstag auf Pablo Cuevas (URU).

Thiem hatte wie schon zum Auftakt gegen Tommy Paul (USA) viel Mühe mit seinem Gegner, der sehr unorthodox spielte. Bei 2:5 im vierten Satz musste der Lichtenwörther zwei Satzbälle abwehren und es gelang ihm doch noch, den fünften Satz zu vermeiden.

„Es ist so schwer gegen ihn zu spielen. Er hat fast keinen zweiten Aufschlag gemacht, sondern nur zwei erste Aufschläge. Ich hatte große Probleme beim Return“, gestand Thiem noch auf dem Platz dem Publikum auf dem neuen Center Court. Dieser war übrigens nie gefüllt, sondern maximal mit etwa der Hälfte (rund 7.500 Fans) besetzt. „Es gab fast keine Rallyes. Zweieinhalb Stunden für ein enges Viersatz-Match ist ziemlich kurz, aber das Wichtigste ist, dass ich gewonnen habe“, sagte Thiem.

Jubiläumssieg für Thiem bei Grand Slams

„Ich hatte sehr viel Druck, allem voran in meinen Aufschlagspielen, weil es so schwer ist, ihn zu breaken. 16 Asse auf Sand sind viel in vier Sätzen“, sagte der French-Open-Finalist 2018. Bublik habe ihm keinen Rhythmus gegeben und er habe von der Grundlinie nicht gut gespielt. „Im Klein-Klein-Spiel - also bei Stopps und Lobs - ist er viel besser als ich, das war ein sehr schwieriges Match für mich.“

Für Thiem war es sein insgesamt 50. Sieg auf Grand-Slam-Ebene, er weist nun eine 50:21-Bilanz auf. Der Vorjahresfinalist in Roland Garros ist damit der dritte Österreicher nach Thomas Muster (77 Siege) und Jürgen Melzer (59) mit zumindest 50 Siegen bei den vier Major-Turnieren. (APA)