Letztes Update am Di, 16.07.2019 15:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tour de France

Konrad bei der Tour: „Die nächste fünf Tage werden spannend“

Patrick Konrad liegt nach zehn Tagen auf dem zwölften Gesamtrang bei der Tour de France. Er freut sich auf die kommenden Klettertouren.

Patrick Konrad

© imago images / SirottiPatrick Konrad



Albi – Für Patrick Konrad ist auf den ersten zehn Etappen der Tour de France fast alles nach Plan gelaufen. Einzig eine Rippenprellung nach einem Zusammenprall auf dem vierten Abschnitt behinderte ihn mehrere Tage. Doch am Montag war der 27-Jährige bei Seitenwind wie sein deutscher Bora-Teamkollege Emanuel Buchmann hellwach und verbesserte sich in der ersten Gruppe auf den zwölften Gesamtrang.

„Es war wichtig, dass ich mich ins Spiel bringe“, sagte Konrad der APA zu der „extrem stressigen“ Etappe am Montag, nach der er mit 2:46 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Julian Alaphilippe aus Frankreich, aber nur 34 Sekunden auf Vorjahressieger Geraint Thomas aus Wales mitten im Kreis der Mitfavoriten rangiert. Er und der fünftplatzierte Buchmann würden zunächst weiterhin als Co-Kapitäne fungieren, ein Top-Ten-Platz bleibt das Ziel.

Nach dem Ruhetag am Dienstag in Albi, an dem Konrad eine lockere 30-km-Ausfahrt unternahm, warten nun die Pyrenäen. „Die nächsten fünf Tage werden spannend“, meinte der Niederösterreicher vor drei Etappen in den Bergen mit zwei Bergankünften ab Donnerstag und dem einzigen Einzelzeitfahren in Pau (27 km) dazwischen.

„Wir müssen es als Team taktisch geschickt angehen“

Konrad freut sich auf die Klettertouren, obwohl er mit seinen 65 kg doch fünf Kilogramm schwerer ist als einige Mitfavoriten. Zu diesen Leichtgewichten zählt auch Buchmann. „Ich mag die rhythmischen, längeren und nicht so steilen Berge lieber“, sagte ÖRV-Staatsmeister Konrad.

Er sei selbst gespannt, was die kommenden Etappen bringen würden. „Denn das Niveau bei der Tour ist brutal hoch“, urteilte Konrad. Wenn bei anderen Rennen 15 Fahrer vorne dabei seien, seien es bei der Tour rund 30. „Die Luft ist dünn. Wir müssen es als Team taktisch geschickt angehen“, betonte der Siebente des Giro d‘Italia 2018.

Abhängig von der Situation nach den Pyrenäen werde die alles entscheidende letzte Woche mit den Bergankünften in den Alpen geplant, erklärte Konrad. „Dann werden wir überlegen, ob ich eine aktivere Rolle einnehme oder versuche, bei den besten Fahrern für die Gesamtwertung zu bleiben.“ (APA)