Letztes Update am Fr, 26.07.2019 08:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwimm-WM

Grabowski schwamm OSV-Rekord, Reitshammer verpasste Finale klar

Die Burgenländerin Lena Grabowski hatte am Freitag in der Früh-Session der Schwimm-Langbahn-WM in Gwangju zweimal über 200 m Rücken anzutreten. In den Vorläufen hatte sie ex aequo Rang 17 belegt, musste damit in ein Swim-off um den ersten Reserveplatz für das Semifinale. Das gewann die 16-Jährige klar. Marlene Kahler wurde über 800 m Kraul 22., Bernhard Reitshammer im Kraulsprint 49.

Reitshammer hat das Semifinale verpasst.

© gepaReitshammer hat das Semifinale verpasst.



Gwangju – Grabowski war auf ihrer einzigen WM-Distanz zunächst auf 2:11,16 Min. gekommen, zeitgleich mit der Bulgarin Gabriela Georgiewa. Die 22-Jährige wurde von der OSV-Athletin nur eineinhalb Stunden danach um gleich als 3,23 Sek. distanziert, wobei Grabowski in 2:10,79 sogar 0,13 Sek. unter ihrem Ende April in Graz fixierten nationalen Rekord blieb.

Die neue Bestleistung von Grabowski gilt auch als österreichischer Rekord, was nicht immer bei in Swim-offs erzielten Marken der Fall war. OSV-Sportdirektor Walter Bär versicherte sich dessen im aktuellen Regelwerk und bestätigte die neue OSV-Topmarke. Grabowski fehlen nun jedenfalls nur noch 0,40 Sek. auf die Olympic Qualifying Time.

Die noch bis September 16-Jährige bedauerte das knappe Verpassen des Semifinales, freute sich aber über ihre neue nationale Bestzeit. „Das bedeutet mir extrem viel und ich bekomme Gänsehaut bei dem Gedanken, dass ich die schnellste 200-m-Rückenschwimmerin bin, die es jemals in Österreich gegeben hat. Ein unbeschreibliches Gefühl. Jetzt bin ich wieder ein Stück näher am Olympia-Limit. Das ist sehr aufbauend.“

Reitshammer spekuliert aufs Halbfinale

Kahler hatte auf der letzten ihrer vier WM-Strecken auf einen OSV-Rekord und die Olympic Qualifying Time gehofft, verpasste diese Ziele jedoch in 8:45,13 Min. um 8,73 bzw. 11,77 Sek. klar. Der Endlauf der Top acht war sowieso nicht in Reichweite. Nach guten WM-Leistungen über 200, 400 und 1.500 m Kraul sowie auch unter Berücksichtigung einer im Frühjahr sechswöchigen Verletzungspause war bei der 18-Jährigen wohl schon etwas die Luft draußen.

Reitshammer blieb über 50 m Kraul in 22,91 um 0,17 Sek. über seiner Bestleistung, auf den Aufstieg ins Semifinale fehlten dem 25-jährigen Tiroler in einem Feld von 131 Aktiven 0,70 Sek. In den Samstag-Vorläufen tritt Reitshammer über die nicht-olympische Distanz 50 m Rücken an. Dort rechnet sich der Tiroler Chancen aufs Semifinale aus: . „Mit meiner Meldezeit bin ich im Bereich Semifinale und könnte mit einem optimalen Rennen auch die Qualifikation schaffen. 50 Rücken liegen mir eigentlich sehr gut.“ (APA)