Letztes Update am Sa, 27.07.2019 22:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik

Diskuswurf, Stabhochsprung: Glänzende Leistungen an der USI

Diskuswerfer Weißhaidinger flatterten am Samstag bei den Staatsmeisterschaften die Nerven. Hingegen blieb die Wahl-Tirolerin Sailer ganz ruhig und gewann im Stabhochsprung.

Die Wahl-Tirolerin Anna Sailer (Mitte) holte sich Gold.

© TLVDie Wahl-Tirolerin Anna Sailer (Mitte) holte sich Gold.



Von Susann Frank

Innsbruck – Gerade als Lukas Weißhaidinger unter lautstarken Anfeuerungsrufen der Fans den letzten Diskus auf 65,58 Meter geworfen hatte, öffnete der Himmel am Samstag in Innsbruck seine Schleusen. Schnell packte Österreichs Leichtathletik-Aushängeschild die Tasche und rettete sich unter das Dach der Tribüne auf der USI.

Dort schrieb der frisch gekürte Österreichische Meister gut gelaunt Autogramme und stand für Selfies still. „Es ist schön, daheim in Österreich zu starten. Ich war deswegen irgendwie auch ganz ungewöhnlich nervös“, gestand der EM-Bronzemedaillengewinner von 2018. Zumal er derzeit noch in der Trainingsaufbauphase für die Höhepunkte im September sei: Anfang des Monats will er beim Diamond-League-Finale in Brüssel (BEL) vorne mitkämpfen können und Ende September peilt der 27-Jährige eine Medaille bei der WM in Doha an.

Von der WM kann Anna Sailer nur träumen. Trotzdem, sie sorgte am Samstag im Stabhochsprung für die einzige Goldmedaille für Tirol. Und das als Wahl-Tirolerin. Die Pharmaziestudentin ist gebürtige Bayerin und startet für den ATSV Innsbruck. „Die Meisterschaften sind recht gut gelaufen für mich“, sagte die 20-Jährige. Sie konnte die schwierigen Bedingungen für sich nutzen, wie sie erklärte. „Bevor der Platzregen kam, hat es stark gewindet – so auch bei uns beim Bewerb. Beim Stabhochspringen braucht man dann ein gutes Gefühl dafür, wie man mit dem Wind umgeht.“ Das hat sie bewiesen. Der Bewerb der Herren fand nach dem Gewitter statt. Favorit und Titelverteidiger Riccardo Klotz musste jedoch seiner Verletzung Tribut zollen. Der Scharnitzer landete nur auf dem vierten Platz.

Eine weitere Medaille sicherte hingegen Lea Germey vom SV Reutte dem Tiroler Leichtathletikverband. Sie wurde Zweite beim Hochsprung. Fast zur selben Zeit wie Weißhaidinger, sodass sie sich auch rechtzeitig ins Trockene retten konnte.




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