Letztes Update am So, 28.07.2019 09:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwimm-WM

Staber über 400 m disqualifiziert, Pilhatsch mit neuen Rekorden

Der österreichische Langschwimmer Patrick Staber wurde bei der Langbahn-WM in Gwangju disqualifiziert. Nach der Wende wurden zwei Delfin-Beinschläge erkannt.

Lagenschwimmer Patrick Staber

© GEPA/Philipp BremLagenschwimmer Patrick Staber



Gwangju – Lagenschwimmer Patrick Staber ist am Sonntag zum Abschluss der österreichischen Einsätze bei den Langbahn-Weltmeisterschaften in Gwangju über 400 m disqualifiziert worden. Beim 23-Jährigen wurden auf der Brustlage nach der 250-m-Wende zwei Delfin-Beinschläge erkannt. Mit seiner Zeit (4:18,18 Min.) hätte Staber unter 41 Aktiven Rang 18 belegt, seine Bestzeit (4:15,23) hätte für das Finale gereicht.

„Die Burschen kamen leider weder an die ausgegebenen, noch an die selbst angestrebten Zielsetzungen heran“, bilanzierte OSV-Sportdirektor Walter Bär gegenüber der APA - Austria Presse Agentur das Abschneiden der vier österreichischen männlichen Teilnehmer an den Bewerben der Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Südkorea.

Für Staber war es der einzige WM-Einsatz. Felix Auböck hatte über 400 wie über 800 m Kraul anders als geplant weder Finale noch eine Olympic Qualifying Time erreicht, für den zweifachen Finalisten der Budapest-WM 2017 war Rang 13 (400 m) das beste Ergebnis. Valentin Bayer blieb über 100 und 200 m Brust über seinen Bestzeiten und von einem Semifinale entfernt, ebenso wie Bernhard Reitshammer über 50 m Brust, Rücken und Kraul sowie 100 m Rücken.

„Mädels haben die Erwartungshaltungen erfüllt“

Positiv fiel hingegen Bärs Resümee für die drei rot-weiß-roten weiblichen WM-Teilnehmerinnen aus. „Die Mädels haben die Erwartungshaltungen erfüllt – mit Finale, drei österreichischen Rekorden, Top 16 und einmal hauchknapp am Semifinale vorbei“, fasste der Delegationsleiter zusammen. Das eine knapp verpasste Semifinale betraf Lena Grabowski über 200 m Rücken, die 16-Jährige war bei ihrem einzigen WM-Einsatz nach Swim-off mit OSV-Bestmarke 17. geworden.

Die anderen zwei neuen österreichischen Rekorde gingen auf das Konto von Caroline Pilhatsch, je einer über 50 und 100 m Rücken. Die Steirerin sorgte als Rückensprint-Siebente auch für die einzigen beiden OSV-Teilnahmen (Semifinale, Endlauf) an Finalsessions. Es war die insgesamt 24. österreichische Teilnahme an einem Langbahn-WM-Finale. Pilhatsch gesellte sich da zu Markus Rogan, Mirna und Dinko Jukic, Fabienne Nadarajah, Maxim Podoprigora und Auböck.

Kraulerin Marlene Kahler kam über 200 und 400 m auf persönliche Bestleistungen, über 1.500 m erbrachte die 18-jährige Niederösterreicherin erneut die Olympia-Norm. Es kam aber kein weiteres OSV-Fixticket für die Spiele 2020 in Tokio dazu, zusätzliche Qualifikationen waren freilich ein klares Ziel aller gewesen. Die nächste Chance gibt es Anfang August. Pilhatsch wird da beim Tokio-Weltcup am Start sein, parallel laufen die Staatsmeisterschaften in Innsbruck. (APA)