Letztes Update am Di, 06.08.2019 06:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sport Report

Tragödie bei Polen-Rundfahrt: Belgier Lambrecht gestorben

Bjorg Lambrecht war ein Radsport-Talent. Doch der Belgier ist mit nur 22 Jahren gestorben. Ein schwerer Sturz wurde ihm zum Verhängnis. Die Bestürzung bei seinen Kollegen und Konkurrenten ist groß.

Der 22-Jährige stürzte am Montag auf der 3. Etappe von Chorzow nach Zabrze.

© AFPDer 22-Jährige stürzte am Montag auf der 3. Etappe von Chorzow nach Zabrze.



Zabrze – Die 76. Polen-Rundfahrt ist vom tragischen Tod des belgischen Rad-Profis Bjorg Lambrecht überschattet worden. Der 22-Jährige stürzte am Montag auf der 3. Etappe von Chorzow nach Zabrze. Der Unfall war so schwer, dass Lambrecht reanimiert werden musste und mit einem Helikopter ins Krankenhaus geflogen wurde. Doch der Belgier erlag später seinen Verletzungen.

Dies teilten sein Rennstall Lotto Soudal und der Tour-Veranstalter mit. „Die größte Tragödie, die der Familie, Freunden und Teamkollegen von Bjorg passieren könnte, ist passiert ... Ruhe in Frieden Bjorg“, schrieb der Rennstall. „Es gibt keine Worte, diese Tragödie zu beschreiben“, hieß es auf der Facebook-Seite der Rundfahrt. Wie die Tour-Veranstalter mitteilten, soll Lambrecht während einer Operation im Krankenhaus in Rybnik gestorben sein. Genauere Informationen lagen noch nicht vor. Insgesamt kam es aufgrund der widrigen Wetterbedingungen zu zahlreichen Stürzen.

Silber in Innsbruck

„Heute spielt das Ergebnis des Rennens keine Rolle. Ich war am Boden zerstört, als ich die tragischen Nachrichten gehört habe, und möchte der Familie und den Freunden von Bjorg Lambrecht und allen bei Lotto Soudal mein tief empfundenes Beileid aussprechen“, sagte der deutsche Gesamtleader Pascal Ackermann in einer von seinem Team Bora-hansgrohe auf Twitter verbreiteten Stellungnahme.

Lambrecht hatte bei der WM 2018 in Innsbruck im U23-Rennen hinter dem Schweizer Marc Hirschi die Silbermedaille gewonnen. In diesem Jahr wurde das Talent Vierter bei der Fleche Wallonne, Sechster im Amstel Gold Race und gewann die Jungfahrer-Wertung beim Dauphine.

Der Tagessieg von Fabio Jakobsen vom Team Quick Step wurde zur absoluten Nebensache. Der Niederländer setzte sich im Massensprint nach 150,2 Kilometern vor Ackermann durch. Der 25 Jahre alte Pfälzer verpasste zwar seinen zweiten Tageserfolg, verteidigte aber mit sechs Sekunden Vorsprung das Gelbe Trikot des Gesamtführenden vor Jakobsen. Tagesdritter wurde Jakobsens Landsmann Danny van Poppel (Jumbo-Visma) aus. Der Geraer John Degenkolb (Segafredo) kam auf Rang fünf. (APA, dpa, sda)