Letztes Update am Di, 06.08.2019 11:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel 1

Verhandlungen: Formel 1 prüft weiter Rennen in Saudi-Arabien

Der Formel-1-Eigentümer Liberty Media habe ein starkes Interesse daran, den Markt im Nahen Osten stärker zu erschließen und sehen hier noch starkes Wachstumspotenzial.

Die Formel 1 könnte ab 2021 auch in Saudi-Arabien Station machen.

© www.imago-images.deDie Formel 1 könnte ab 2021 auch in Saudi-Arabien Station machen.



London – Die Formel 1 treibt ihre Verhandlungen über ein Rennen in Saudi-Arabien angeblich weiter voran. Laut Londoner „Times“ vom Dienstag hat es mehrere Gespräche zwischen der Rennserie und den möglichen saudischen Veranstaltern gegeben. Die Formel-1-Teams seien zu ihrer Meinung über Gastspiele in dem streng islamisch-konservativen Königreich befragt worden. Eine Premiere des Rennens sei 2021 möglich.

Der Formel-1-Eigentümer Liberty Media habe ein starkes Interesse daran, den Markt im Nahen Osten stärker zu erschließen und sehen hier noch starkes Wachstumspotenzial. Zudem ist damit zu rechnen, dass Saudi-Arabien eine hohe Millionensumme als Antrittsgebühr zahlen würde. Die vollelektrische Formel E hatte bereits im vergangenen Dezember ihre Saisoneröffnung in Saudi-Arabien ausgetragen.

Schon jetzt fährt die Formel 1 Rennen in Abu Dhabi und Bahrain. Vor allem der Grand Prix von Bahrain wird immer wieder wegen der Verstöße gegen Menschenrechte in dem Land kritisiert. Auch die saudi-arabische Führung geht mit harter Hand gegen Menschenrechtler und Kritiker vor. Zuletzt leitete Riad jedoch eine Reihe von Schritten ein, mit denen die Gesellschaft liberalisiert werden soll.

Die Formel 1 erwarte von Saudi-Arabien „umfassende“ Zusicherungen für den Fall einer Übereinkunft, hieß es in der „Times“. Dabei gehe es auch um die in der Rennserie beschäftigten Frauen, denen die gleichen Rechte zugestanden werden müssten wie ihren männlichen Kollegen. Seit dem vergangenen Jahr dürfen Frauen in Saudi-Arabien Auto fahren, was ihnen zuvor verboten war. Zuletzt hatten Frauen auch mehr Reisefreiheit erhalten. (APA/dpa)