Letztes Update am Fr, 16.08.2019 16:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Extremsport

Extremradfahrer Fasching durchquerte Europa in Rekordzeit

Der gebürtige Steirer benötigte zehn Tage, 20 Stunden und 47 Minuten für die 5.656 Kilometer und kam auf lediglich 18 Stunden Schlaf.

Fasching fuhr von Gibraltar bis zum norwegischen Nordkap.

© LIME-ART.ATFasching fuhr von Gibraltar bis zum norwegischen Nordkap.



Oslo – Der österreichische Extremradfahrer Wolfgang Fasching hat Europa in neuer Rekordzeit durchquert. Er benötigte auf seinem Rad für die 5.656 Kilometer lange, von Gibraltar bis zum norwegischen Nordkap führende Strecke zehn Tage, 20 Stunden und 47 Minuten. Dabei schlief er nur 18 Stunden und musste zudem einen Unfall sowie widrige Wetterbedingungen wegstecken, teilte Faschings Team am Freitag mit.

Um 13.59 Uhr erreichte der 52-jährige gebürtige Steirer am Freitag den nördlichsten Punkt Europas. Ursprünglich waren zwölf Tage Fahrtzeit für die mit 30.000 Höhenmetern versehene Strecke angepeilt. Selbst damit hätte Fasching den im Jahr 1998 von Franz Kaserer aufgestellten Streckenrekord von 13 Tagen und 20 Stunden noch deutlich unterboten.

Der österreichische Extremradfahrer Wolfgang Fasching hat Europa in neuer Rekordzeit durchquert.
Der österreichische Extremradfahrer Wolfgang Fasching hat Europa in neuer Rekordzeit durchquert.
- LIME-ART.AT

Dabei war der Extremradler bei seinem „EuropeCoast2Coast“ getauften Projekt nicht gerade vom Glück verfolgt. Am vergangenen Freitag wurde er in Lüttich in einen Verkehrsunfall verwickelt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, wo aber nur Abschürfungen festgestellt wurden. Der Vorfall kostete Fasching 17 Stunden. Auch das Wetter forderte den Sportler. So hatte er in Spanien mit Temperaturen von mehr als 40 Grad zu kämpfen, während ihm in den nordischen Ländern viel Regen und auch Minusgrade zusetzten.

„Mein persönliches Ziel war es, dieses Projekt mit meinem Team in einer schnellen Zeit zu finishen. Das haben wir trotz des tragischen, aber im Nachhinein glimpflichen Unfalls geschafft, was eine irrsinnige Erleichterung ist“, sagte Fasching am Nordkap. „Ich persönlich nehme von diesem Abenteuer mit, dass man nie von seinen Träumen ablassen darf. Auch wenn es oft widrige Umstände gibt.“

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Fasching durchquerte bereits Nordamerika, Asien, Australien und nun Europa in Rekordzeit. Auch gewann er dreimal das „Race Across America“ und stellte im Jahr 2002 einen 24-Stunden-Weltrekord auf. Das soll es jedoch noch nicht gewesen sein: „Das Streben nach Erlebnissen - alle Kontinente mit dem Rad zu durchqueren, wobei mir jetzt noch Afrika fehlt - ist mein übergeordnetes Ziel“, erklärte Fasching. (APA)