Letztes Update am Di, 20.08.2019 12:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


TT-Interview

Van der Breggen: „Manchmal fühlt sich das Training hier wie Urlaub an“

Die Niederländerin Anna van der Breggen gehörte bei der Straßenrad-WM 2018 zu den Stars. Die 29-Jährige gab kürzlich Einblicke in ihr Leben.

Straßenrad-Ass Anna van der Breggen liebt Innsbruck nicht erst seit ihrem WM-Titel im Vorjahr.

© Foto TT / Linda RieserStraßenrad-Ass Anna van der Breggen liebt Innsbruck nicht erst seit ihrem WM-Titel im Vorjahr.



Innsbruck – Straßenrad-Olympiasiegerin 2016 in Rio, dazu Weltmeisterin 2018 – die Niederländerin Anna van der Breggen gehört zu den Großen ihrer Zunft. Die 29-Jährige aus Zwolle macht aus ihrer Liebe zur Trainingsdestination Innsbruck, wo sie sich im Vorjahr Gold im Straßenrennen sicherte, keinen Hehl. Das meint Anna van der Breggen zu ...

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... Innsbruck und einem möglichen Urlaub in Tirol.

Anna van der

Van der Breggen: Ich war bisher dreimal in Innsbruck – leider noch nie zum Urlaubmachen. Aber manchmal fühlt sich das Training hier wie Urlaub an.

... ihren Trainingsrouten rund um Innsbruck.

Van der Breggen: Nein, ich will die Landschaft immer auskundschaften. Besonders, wenn ich allein fahre. Normalerweise habe ich Leute dabei, aber zurzeit trainiere ich im Kühtai allein. Wenn ich dann mit meinem Roadbike unterwegs bin und neben der Straße ein paar schöne Trails sehe, merke ich mir das und komme danach mit meinem Mountainbike zurück, um die Trails auszuprobieren.

... der Bedeutung des Weltmeistertitels für ihr alltägliches Leben.

Van der Breggen: Nein, das hat es nicht wirklich verändert – doch: Ich darf dieses Jahr ein anderes Trikot tragen! (lacht) Das fühlt sich gut an.

... einem zufälligen Treffen mit Tirols Rad-Ass Laura Stigger während eines Trainings.

Van der Breggen: Es war ein witziger Zufall, sie hier zu treffen. Ich kannte sie vor der Rad-WM in Innsbruck nicht sehr gut, dann hat sie den Juniorentitel gewonnen. Ich dachte mir: Hm, die kenne ich gar nicht, die muss ich mir mal näher anschauen. Und als ich dann mehr über sie erfahren habe, war ich sehr schnell beeindruckt.

... ihrer möglichen Titelverteidigung bei der anstehenden Straßenrad-WM in Yorkshire 2019.

Van der Breggen: Ich werde es versuchen, auf jeden Fall. Es ist das Gleiche vor jedem Rennen, ich gebe immer mein Bestes, ich versuche es immer. Diesmal ist es allerdings ein bisschen anders, ich kann etwas gelassener sein. Ich habe bereits in Innsbruck gewonnen. Ich werde es wieder versuchen, aber auch wenn es nicht klappt, ist das okay. Ich habe das ganze letzte Jahr nach dem Sieg sehr genossen. Dadurch bekomme ich ein wenig Gelassenheit.

... Erinnerungen, die sie mit Innsbruck verbindet.

Van der Breggen: Man muss sich nur in Innsbruck umschauen. Es sind immer Leute mit Skateboards und Fahrrädern unterwegs, das macht diesen Ort einfach aus.

... der Radsportbegeisterung der Tiroler, die sie feststellen kann.

Van der Breggen: Man sieht mehr und mehr Leute auf dem Fahrrad hier. Und wenn man sich an die großen Berge wagt und im Anstieg ist, begegnen die Leute einem alle mit Respekt. Auch die, die dort hochlaufen oder wandern, werden immer mehr, und man teilt sich diesen Raum im Sinne des Sports.

Das Gespräch führte Leo Wölfel