Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 18.09.2019


Sport Report

576.000 Freiwillige wöchentlich mit 2,2 Millionen Arbeitsstunden

Die Bundes-Sportorganisation fordert eine Höherbewertung des Sports in Österreich.

Ohne freiwillige Helfer und Ehrenamtliche geht es im Sport nicht.

© gepaOhne freiwillige Helfer und Ehrenamtliche geht es im Sport nicht.



Innsbruck – Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO), offizielle Interessenvertretung des österreichischen Sports, hat die wahlwerbenden Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 zu den Forderungen des organisierten Sports für das Regierungsprogramm befragt. Bei den Antworten sei nach Meinung der Initiatoren parteienübergreifend ein Konsens festzustellen:

Die Forderung nach einem Berufssportgesetz etwa – augenblicklich befindet sich das Projekt mit Sektionschef Philipp Trattner in der Bearbeitung.

Höhere Anerkennung des Ehrenamts: Derzeit würden 576.000 Freiwillige wöchentlich 2,2 Millionen Arbeitsstunden leisten, die steigende Verantwortung würde kaum berücksichtigt. Das könne in Form steuerlicher Vorteile oder als „Qualifikationskriterium bei Personalauswahlverfahren öffentlicher Auftraggeber“ passieren.

Auch die Valorisierung der Bundes-Sportförderung (Inflationsanpassung) habe seit 2010 nicht mehr stattgefunden. Dem organisierten Sport würden dadurch von den 80 Millionen der besonderen Sportförderung inzwischen 18 Prozent oder rund 15 Millionen Euro entgehen. Auch was die Öffnung der Schulsportstätten in schulfreien Zeiten betrifft, sei man sich parteienübergreifend ebenfalls weitgehend einig. BSO-Vizepräsident und ÖFB-Präsident Leo Windtner forderte ein Umdenken: „Der Sport sollte endlich einmal richtig eingeschätzt werden.“ (TT)




Kommentieren


Schlagworte