Letztes Update am Mo, 30.09.2019 21:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik-WM

Diskus-Bronze bei WM für Lukas Weißhaidinger

Nach EM-Bronze 2018 in Berlin errang Weißhaidinger nun WM-Bronze in Doha und holte die erste Medaille für Österreichs Herren bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften überhaupt.

Nach Bronze bei der EM vor einem Jahr in Berlin eroberte der Oberösterreicher nun auch bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) die Bronzemedaille.

© GEPA pictures/ Mario KneislNach Bronze bei der EM vor einem Jahr in Berlin eroberte der Oberösterreicher nun auch bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) die Bronzemedaille.



Doha – Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger ist auf seinem Weg nach oben nicht zu bremsen. Nach Bronze bei der EM vor einem Jahr in Berlin eroberte der Oberösterreicher nun auch bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) die Bronzemedaille. Damit erfüllte Weißhaidinger – 1,97 m groß/147 bis 150 kg schwer – als Dritter der Jahresweltbestenliste und Gesamtzweiter der Diamond League die hohen Erwartungen. Es war die dritte Medaille der ÖLV-Geschichte nach Silber 2001 in Edmonton für Stephanie Graf (800 m) und Bronze 1993 in Stuttgart für Sigrid Kirchmann (Hochsprung).

Mit der Weite von 66,82 m musste sich der 27-jährige Oberösterreicher Weißhaidinger nur dem Schweden Daniel Stahl (67,59) und dem Jamaikaner Fedric Dacres (66,94) geschlagen geben.

Lukas Weißhaidinger erklärte, dass es ein „elektrisierender Wettkampf“ gewesen sei, er habe versucht, die Silbermedaille zu attackieren und andererseits Bronze abzusichern. „Es war extrem eng, es war ein Wahnsinn. Ich habe das erste Mal in meinem Leben im Wettkampf ein kleines Stoßgebet abgegeben. Ich bin happy, dass ich meine Medaille bei einer WM habe.“

Es sei ein großartiges Gefühl, der Druck sei extrem hoch gewesen. „Ich habe gespürt, dass Österreich eine WM-Medaille von einem männlichen Athleten sehnlichst erwartet. Es ist ein gutes Gefühl, dass ich dem gerecht geworden bin. Es ist ein bisschen surreal, es fühlt sich ein bisschen so an, als ob jetzt noch ein Wettkampf kommt.“

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Weißhaidinger begann seine Sportkarriere mit Hammer, Kugel und Diskus und feierte im Nachwuchsbereich schöne Erfolge. 2009 gewann er bei den EYOF-Games in Tampere Gold mit Diskus und Kugel, 2011 bei der U20-EM in Tallinn Gold mit dem Diskus. 2013 erfolgte die Spezialisierung auf den Diskus. War er bei der WM 2015 in Peking noch 20., so folgte 2017 in London trotz Magen-Darminfektion der neunte Rang. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio zeigte er mit dem sechsten Platz groß auf, bei der Freiluft-EM 1018 in Berlin errang er mit Bronze die erste Medaille in der Allgemeinen Klasse. Den ÖLV-Rekord verbesserte er 2018 auf 68,98 m. (APA, TT.com)