Letztes Update am Di, 05.11.2019 15:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis

Thiem bei vierten ATP Finals gegen Djokovic, Federer und Berrettini

Thiem-Manager Herwig Straka traut seinem Schützling trotzdem zu, dass er die Gruppenphase übersteht und ins Halbinfale einzieht.

Dominic Thiem ewischte für die ATP-Finals eine Hammer-Gruppe.

© imago images/ZUMA PressDominic Thiem ewischte für die ATP-Finals eine Hammer-Gruppe.



London – Für Dominic Thiem geht es bei seinen vierten ATP Finals in London in der Gruppe „Björn Borg“ gleich gegen zwei Allzeit-Größen: Die am Dienstag mit einiger Verspätung zustandegekommene Auslosung hat für den 26-jährigen Niederösterreicher den 19-fachen Major-Sieger Roger Federer (SUI), den 16-maligen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic (SRB) und den Italiener Matteo Berrettini gebracht.

Nach der vorläufigen Zusage des angeschlagenen Rafael Nadal, ebenfalls nach London zu reisen, sind ja erstmals seit längerer Zeit wieder die „big three“ des Tennis-Sports mit von der Partie. „Im Finale sind alle acht Spieler stark. Das ist das erste Mal seit Langem, dass alle drei spielen und da ist die Wahrscheinlichkeit 50:50, dass du zwei in der Gruppe hast. Aber klar, es ist sicher die schwerere Version“, meinte Thiem-Manager Herwig Straka gegenüber der APA - Austria Presse Agentur zur Auslosung.

Thiems großes Ziel ist es ja, erstmals nach dreimaligem Ausscheiden in der Gruppenphase ins Semifinale vorzustoßen. Da nur die Top 2 jeder Gruppe weiterkommen, scheint die Aufgabe besonders schwierig. „Andererseits ist er in der besten Verfassung denn je zuvor. Warum soll es nicht einmal gelingen? Das Ziel bleibt definitiv unverändert und die Wahrscheinlichkeit, dass er es schafft, ist auch größer als zuvor, auch wenn die Auslosung schwer ist“, bleibt Straka optimistisch.

Auftakt gegen Federer

Der erste Gegner wird schon am Sonntag (nicht vor 21.00 Uhr MEZ) Roger Federer sein. Thiem ist einer der wenigen Spieler, die eine positive Bilanz gegen die lebende Schweizer Tennis-Legende haben. Der Weltranglisten-Fünfte führt im Head-to-Head mit 4:2 und hat zudem die beiden Begegnungen in diesem Jahr für sich entschieden: Unvergessen ist vor allem der Finalsieg in Indian Wells, als Thiem nach einem 4:6,6:3,7:5-Erfolg über seinen ersten Titel auf Masters-1000-Niveau jubeln durfte.

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Auch im Viertelfinale von Madrid setzte sich Thiem knapp mit 3:6,7:6(11),6:4 durch. Doch die Bedingungen beim „Masters“ in der Londoner O2-Arena liegen Federer besonders, vor einem Jahr hatte er Thiem in einem Gruppenspiel beim 6:2,6:3 keine Chance gelassen.

Die weiteren Gruppenspiele Thiems (ServusTV überträgt alle live) sind für Dienstag und Donnerstag der kommenden Woche geplant, die jeweiligen Gegner entscheidet der Ausgang am Sonntag. Den Auftakt in Gruppe „Björn Borg“ macht am Sonntag Novak Djokovic gegen Matteo Berrettini (nicht vor 15.00 Uhr MEZ).

Künftig exklusiver Fitnesscoach

Thiem bereitet sich aktuell in Wien bzw. der Südstadt vor, angereist ist auch wieder sein Fitnesscoach Duglas Cordero. Dieser kümmert sich nun quasi exklusiv um Thiem, weil sich Fabio Fognini (ITA) vom in Miami lebenden Kubaner getrennt hat. „Es wird sich nichts ändern. Es waren vielleicht ein, zwei Turniere, wo Kompromisse notwendig waren“, meinte Straka dazu. Cordero wird auch in London mit von der Partie sein.

Österreichs Tennis-Star hat sich 2019 schon weit früher für die mit 9 Mio. Dollar dotierten ATP Finals qualifiziert. Gespielt wird ab Sonntag in der O2-Arena zunächst in zwei Vierer-Pools im Round-Robin-Modus. Danach spielen die Gruppensieger gegen die Zweiten des anderen Pools am Samstag (16.11.) die Halbfinali, das Endspiel folgt am Sonntag. (APA)

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