Letztes Update am Sa, 23.11.2019 07:51

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dopingskandal

Doping: WADA-Prüfkommission empfiehlt neue Sperre für RUSADA

Russland droht nun sogar der Ausschluss von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

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Montreal – Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA soll wegen Manipulation von Doping-Daten aus dem Moskauer Labor wieder gesperrt werden. Diese Empfehlung hat die unabhängige Prüfkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur dem Exekutivkomitee der WADA gegeben, wie am Freitagabend mitgeteilt wurde. Russland droht nun sogar der Ausschluss von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

In dem vertraulichen Dokument, das vom ExCo auf seiner Sitzung am 9. Dezember in Paris erörtert werde, wird laut der WADA-Mitteilung empfohlen, die RUSADA darüber zu informieren, dass internationale Standards nicht eingehalten worden seien. Zugleich habe die Prüfkommission „schwerwiegende Konsequenzen“ vorgeschlagen.

Die RUSADA war als Folge des Skandals um Staatsdoping von der WADA gesperrt worden. Im September 2018 wurde der Bann unter anderem mit der Auflage aufgehoben, die Moskauer Doping-Daten aus den Jahren 2012 bis 2015 sowie gelagerte Proben an die WADA zu übergeben. Anfang des Jahres ist dies geschehen. Allerdings kam der Verdacht auf, dass die Daten manipuliert wurden.

Angelegenheit „konsequent“ weiterverfolgt

Die Empfehlung der unabhängige Prüfkommission basiert auf Berichten der WADA-Abteilung „Intelligence and Investigations“ und unabhängiger forensischer Experten. Geprüft wurden zudem die Antworten der russischen Behörden auf eine Liste detaillierter und technischer Fragen der WADA-Experten zu den vermuteten Fälschungen.

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„Die WADA verfolgt diese Angelegenheit weiterhin konsequent und so schnell wie möglich und stellt gleichzeitig sicher, dass ein ordnungsgemäßes Verfahren eingehalten wird“, hieß es in der Mitteilung. Die rund 40 Doping-Fälle, für die die WADA-Experten bereits Beweise aus den Daten ermitteln konnten und die den betreffenden Weltverbänden zugegangen sind, seien nicht betroffen. „Dementsprechend können diese Fälle unverzüglich eingeleitet werden. Weitere Fälle werden zu gegebener Zeit folgen“, teilte die WADA mit. (APA/dpa)