Letztes Update am Di, 03.12.2019 12:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping

Prozesstermine für Dopingsünder Dürr, Denifl, Baldauf und Preidler fixiert

Während sich Dominik Baldauf, Johannes Dürr und Georg Preidler im Jänner vor Gericht verantworten müssen, wurde der Prozess gegen den Tiroler Radprofi Stefan Denifl auf Februar verschoben.

Der Prozess gegen Stefan Denifl wurde von Dezember auf 3. Februar verlegt.

© gepaDer Prozess gegen Stefan Denifl wurde von Dezember auf 3. Februar verlegt.



Innsbruck – In der Doping-Causa rund um die „Operation Aderlass“ stehen weitere Prozesstermine am Landesgericht Innsbruck fest. So müssen sich im Jänner die beiden Ex-Skilangläufer Dominik Baldauf und Johannes Dürr vor Gericht verantworten. Auch der Prozess gegen den Radprofi Georg Preidler wird noch im Jänner stattfinden. Die Verhandlung gegen Radprofi Stefan Denifl wurde von Dezember auf Februar verlegt.

Baldauf, Preidler und Dürr im Jänner vor Gericht

Am 14. Jänner muss sich Baldauf wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs verantworten, sagte Gerichtssprecher Andreas Stutter am Dienstag. Der Vorarlberger soll sich umfassend geständig gezeigt haben. Baldauf wird vorgeworfen, in den Jahren zwischen 2016 bis zur Nordischen WM in Seefeld Ende Februar 2019 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben.

Einen Tag darauf, nämlich am 15. Jänner, muss Georg Preidler vor Gericht. Er wurde ebenfalls wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs angeklagt. Dem 29-Jährigen wird vorgeworfen, beginnend mit dem Giro d‘Italia im Frühjahr 2017 bis zu seinem Dopinggeständnis regelmäßig Blutdoping praktiziert und auch Wachstumshormone genommen zu haben. Der Steirer hatte im März Selbstanzeige erstattet.

Ebenfalls noch im Jänner, nämlich am 27., steht der Prozess gegen Johannes Dürr an. Dem ehemaligen Skilangläufer wird laut Anklage neben schweren gewerbsmäßigen Betrug zudem zur Last gelegt, zum Doping anderer Sportler beigetragen zu haben. Er soll Wachstumshormone vom deutschen Sportmediziner Mark S. an andere Sportler weitergegeben und andere Sportler an den Mediziner vermittelt haben. Dürr war bereits bei den Olympischen Spielen 2014 des Dopings überführt worden. Er soll aber auch danach weiterhin Doping betrieben haben.

Denifl-Prozess am 3. Februar

Der Prozess gegen Stefan Denifl wurde indes von Dezember auf 3. Februar verlegt. Dem Tiroler wird vorgeworfen, beginnend mit dem Jahr 2014 bis zur Beendigung seiner Radprofikarriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben.

Bei der „Operation Aderlass“ handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die im Februar während der Nordischen WM in Seefeld sowie in Deutschland aufgeflogen ist. Die Liste der mutmaßlich in den Blutdoping-Skandal um den deutschen Arzt Mark S. verwickelten Sportler soll 21 Namen umfassen. 15 aus sieben Nationen - darunter die Langläufer Max Hauke, Baldauf und Dürr sowie die Radsportler Preidler und Denifl - sind schon bekannt. Hauke war bereits im Oktober, nicht rechtskräftig, zu fünf Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. (APA)