Letztes Update am Di, 12.08.2014 15:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik-EM

ÖLV-Rekord: Tirolerin Grünberg überrascht mit Einzug ins Finale

Wie zwölf weitere Kontrahentinnen übersprang die Tirolerin die 4,45-m-Marke und machte sich so selbst das schönste Geburtstagsgeschenk.



Zürich – Die Tiroler Stabhochspringerin Kira Grünberg hat für einen erfreulichen Auftakt für Österreich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich gesorgt. Mit dem österreichischen Rekord von 4,45 m katapultierte sie sich bei ihren ersten großen internationalen Meisterschaften in der allgemeinen Klasse ins Finale. Hürdensprinterin Beate Schrott schied hingegen bereits im Vorlauf aus.

„Finale bedeutet mir mehr als der österreichische Rekord“

Grünberg klärte 4,15 und 4,25 im ersten Versuch, 4,35 und 4,45 jeweils im zweiten. „Das Finale bedeutet mir viel mehr als der österreichische Rekord. Der wird immer passieren, wenn ich meine Bestleistung verbessere. Und das ist natürlich immer das Ziel“, sagte die Tirolerin, die im Juli mit 4,41 m bereits ÖLV-Rekord markiert hatte. Im Finale am Donnerstagabend (19.19 Uhr) sind 13 Springerinnen mit dabei, sie alle hatten die 4,45 gemeistert, auf eine Fortsetzung der Qualifikation und die Reduzierung auf 12 Athletinnen verzichtete die Wettkampfleitung.

Die Nervösität hatte Grünberg, die am Mittwoch 21 Jahre wird, sofort abgelegt. „Ich bin vor dem Wettkampf immer nervös, aber wenn man dann seine Stäbe angreift, ist es wie bei jedem anderen Wettkampf auch. Aber es ist doch ein etwas anderes Feeling, wenn so viele Zuschauer da sind“, freute sich die Heeressportlerin über die Unterstützung. Auch die Eltern zählten auf der Tribüne dazu und bewahrten den Überblick über die zwei Quali-Gruppen und die Aufstiegschancen der Tochter.

Beim Einspringen hatte Grünberg noch Probleme, hat dann aber auf weichere Stäbe gewechselt. „Was super war, ich bin dann gut reingekommen, es hat alles gepasst.“ Auf die schnelle Bahn hatte sie sich ebenfalls rasch eingestellt. Das Finale will sie einerseits „genießen“ und andererseits noch einmal eines drauflegen. „4,50 wären super.“

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Tränenreiches Aus für Hürdenläuferin Schrott

Tränenreich endete die EM für die Vierte von vor zwei Jahren. Schrott musste der langen Wettkampfpause wegen einer Oberschenkelverletzung Tribut zollen. Sie verpatzte den Start und wurde in 13,31 Sekunden in ihrem Vorlauf Achte und Letzte.

„Mir hat die internationale Wettkampferfahrung heuer gefehlt. Ich brauche immer ein paar Rennen, bis der Start bei mir klappt. In Österreich hat es ganz gut funktioniert, aber ein Großereignis ist einfach etwas anderes. Ich habe gemerkt, dass meine Nervösität heute deutlich höher war als die letzten Tage. Ich habe es nicht einmal annähernd rübergebracht“, erzählte Schrott in der Interviewzone des Letzigrund-Stadions.

Ausgeschieden sind auch die weiteren ÖLV-Athleten, die in der Vormittagssession im Einsatz waren. 400-m-Hürdenläufer Thomas Kain verabschiedete sich mit einer persönlichen Bestleistung und Platz 28. In 50,90 wurde er in seinem Vorlauf Sechster, jeweils die Top-Vier stiegen direkt auf, vier weitere schafften es über die Zeit in das Semifinale der Top-24.

Speerwerferin Elisabeth Eberl wurde in ihrer Gruppe mit 54,41 m Siebente, gesamt kam sie an die 17. Stelle, nur zwölf sind im Finale mit dabei. Die Steirerin wurde von dem schnellen Belag überrascht. Deutlich ausgeschieden ist 3.000-m-Hindernisläufer Christian Steinhammer, der gesamt unter 28 Teilnehmern mit der Zeit von 8:58,58 Minuten 25. wurde. (APA)