Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Schneemangel bereitet St. Anton und Kitzbühel noch keine Sorgen

Die Rennpisten in den traditionellen Tiroler Ski-Orten sind noch nicht Weltcup-tauglich. Dennoch gehen die Veranstalter davon aus, dass die Bewerbe planmäßig über die Bühne gehen können.

Dass sich die Streif so wie hier im Vorjahr rennfertig präsentiert, wird es noch ein paar Wochen und vor allem richtiges Winterwetter brauchen.

© GepaDass sich die Streif so wie hier im Vorjahr rennfertig präsentiert, wird es noch ein paar Wochen und vor allem richtiges Winterwetter brauchen.



Innsbruck – Nordtirol wird im Jänner der alpine Weltcup-Hotspot sein, wenn am 9. und 10. Jänner die Damen in St. Anton gastieren und in Kitzbühel ab 22. Jänner zum 76. Mal die traditionellen Hahnenkammrennen anstehen. Noch sind die Pisten am Galzig und die legendäre Streif zwar nicht Weltcup-tauglich, doch die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Rennen planmäßig über die Bühne gehen werden.

„Oben geht es schon sehr gut“, beteuerte Peter Mall, Chef des Organisationskomitees in St. Anton, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Innsbruck. „Wir brauchen jetzt nur fünf Tage mit Minustemperaturen, dann können wir beschneien.“

Wenn Lindsey Vonn, Cornelia Hütter und ihre Kolleginnen auf den Arlberg kommen, werde es perfekte Rennbedingungen für Abfahrt und Super-G geben. „Wir haben noch kein Kopfweh“, versicherte Mall. Täglich rund 10.000 Zuschauer werden zu den beiden Rennen erwartet.

Auch die Streif ist noch weit entfernt vom Rennzustand. „Aber die Bergbahnen werden bis zu den Rennen alles rennfertig präparieren“, ist Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Skiclubs (K.S.C.) zuversichtlich. Immerhin haben die Bergbahnen in der Gamsstadt, die auch Kooperationspartner des K.S.C. sind, heuer 24 weitere Schneekanonen in Betrieb genommen. „Dazu kommt noch, dass der Jänner traditionell der kälteste Monat des Jahres ist.“

Den Auftakt der Rennen wird es am Freitag, 22. Jänner, mit Super-G und Kombislalom geben. Der Samstag ist traditionell für die Abfahrt vorgesehen, und zum Abschluss am Sonntag gibt es den Slalom am Ganslernhang. Wobei Kitzbühel auch heuer wieder mit insgesamt 645.000 Euro das höchste Preisgeld im Ski-Weltcup ausschütten wird. Allein den Siegern von Abfahrt und Slalom winken jeweils 70.300 Euro.

„Mithilfe unserer Sponsoren ist es uns gelungen, das Preisgeld auf eine neue Rekordhöhe zu schrauben“, ist Huber stolz. Ebenso, dass heuer nicht nur die ersten 30 von Abfahrt und Slalom, sondern auch die ersten 30 der Kombination Preisgeld kassieren. „Wir wollen damit die Leistungen aller Athleten honorieren“, betonte Huber.

Aber auch abseits der Rennen bietet Kitzbühel einen Weltcup-Höhepunkt. Im Museum der Stadt gibt es noch bis 26. März eine Sonderausstellung zur Geburt des alpinen Weltcups vor 50 Jahren. „Es war im Jänner 1966 auf der Seidlalm, als der Journalist Serge Lang, der französische Trainer Honore Bonnet und der US-Amerikaner Bob Beattie die Idee einer Weltcup-Serie hatten. Bei der WM 1966 in Portillo (Chile) wurde dann diese Erfolgsserie beschlossen“, erklärte Museumsleiter Wido Sieberer. „Mit vielen Exponaten wollen wir den Zeitgeist von damals aufleben lassen.“ (APA)