Letztes Update am Mi, 24.08.2016 15:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eishockey

HCI-Coach: „Zwischen den Ohren müssen wir stark sein“

Neo-Coach Rob Pallin will den HC Innsbruck wieder wachküssen. Am Dienstag gab’s in Ritten (3:1) den dritten Sieg im dritten Testspiel.

Neo-Coach Rob Pallin will den HC Innsbruck wieder wachküssen. 
Gestern gab’s in Ritten (3:1) den dritten Sieg im dritten Testspiel.

© gepaNeo-Coach Rob Pallin will den HC Innsbruck wieder wachküssen. 
Gestern gab’s in Ritten (3:1) den dritten Sieg im dritten Testspiel.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Am 16. Septembe­r beginnt die neue Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) mit dem Heimspiel gegen Bozen. Es ist also noch reichlich Zeit für Neo-Coach Rob Pallin und seine HCI-Cracks. Trotzdem: Man spürt Bewegung rund um die Tiwag-Arena. Um die deutsche Rockband The Scorpions zu bemühen, bläst irgendwie der „Wind Of Change“ durch die Halle.

Die Sitzordnung in der Kabine hat der neue US-amerikanische Coach bereits umgestellt, das Kapitäns-C trägt mit Tyler Spurgeon (statt Patric­k Mössmer) inzwischen auch ein anderer Spieler auf der Brust.

Die ersten Testspiele scheinen dem ehemaligen Fehervar-Trainer und seinen ersten Amtshandlungen Recht zu geben. Schon vor dem dem gestrigen 3:1-Sieg in Ritten (ITA/Tore: Lamoureux, Bishop, Clark) gab’s gegen den DEL-2-Klub Rosenheim (3:2 n. V., 2:1) zwei Siege. „Wir haben viele Dinge bereits gut gemacht. Aber auf uns wartet noch viel harte Arbeit“, meinte der Coach. Das Haie-Spiel müsse definitiv „noch schneller und aggressiver werden. Die Schnelligkeit soll die Basis unseres Spiels sein.“

Doch es ist nicht nur der Körper seiner Cracks, den Pallin auf Vordermann bringen will. Wie hatte es der deutsche Fußball-Trainer Christoph Daum einmal formuliert? „Wenn der Kopf richtig funktioniert, ist er das dritte Bein.“ Pallin findet andere Worte: „Zwischen den Ohren müssen wir stark sein.“ Der mentale Faktor sei enorm wichtig. „Das ist 80 Prozent meiner Arbeit“, weiß Pallin, der mit Blick auf seine Legionäre auch bald auf Austin Smith, der bisher in den Testspielen geschont wurde, baue­n kann. Am Sonntag (17.30) gegen die Bietigheim Steelers könnte es so weit sein. „Austin läuft schon am Eis. Es sieht ganz gut aus“, sagt der 49-jährig­e Coach, der von seinem Landsmann schwärmt: „Er ist ein Torjäger.“

Torjäger wird aus Manuel Litterbach sicher keiner mehr. Aber der junge Haie-Keeper hat ja auch ganz andere Aufgaben. Wie angekündigt, erhielten gestern beim Sieg in Ritten einige junge Cracks ihre Chance – darunter eben auch Keeper Litterbach, der damit erstmals (abgesehen vom Benefizspiel vergangenes Jahr in Kufstein) bei der „Ersten“ im Tor stand, um an seinem 23. Geburtstag eine staubtrockene Leistung abzuliefern.




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