Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 27.11.2017


Freestyle

Wind und Neuschnee spielten „Sam the Man“ einen Streich

Die Skandinavier bestimmten gestern die Ski-Slopestyle-Premiere am Stubaier Gletscher. Der Oberösterreicher Sam Baumgartner wurde 15.

Ausgerutscht: Die schwierigen Bedingungen machten Samuel Baumgartner gestern am Stubaier Gletscher zu schaffen.

© gepaAusgerutscht: Die schwierigen Bedingungen machten Samuel Baumgartner gestern am Stubaier Gletscher zu schaffen.



Von Tobias Waidhofer

Der Norweger Oystein Braaten zauberte mit 91,40 Punkten die Höchstwertung in den Stubaier Schnee.
Der Norweger Oystein Braaten zauberte mit 91,40 Punkten die Höchstwertung in den Stubaier Schnee.
- gepa

Neustift — Als „Sam the Man" kündigten die Sprecher Österreichs einzigen Beitrag Samuel „Sam" Baumgartner beim Finale des Ski-Slopestyle-Weltcups an. Und der Überraschungsmann der Quali (Platz fünf) hatte sich im „Stubai Zoo" auf 3100 Metern einiges vorgenommen, geklappt hat dies aber nicht wirklich: Am Ende wurde es Platz 15. „Durch den ständig wechselnden Wind und den Neuschnee war es nicht leicht", begann der 20-Jährige seine Analyse, die aber keine Ausrede sein sollte. „Es war ja für alle gleich."

Die Leistung des Ski-Artisten ist sowieso nicht hoch genug einzuschätzen, schließlich war es sein erster Slopestyle-Weltcup überhaupt. „Es hat nur ein bisschen gekribbelt", grinste der Oberösterreicher, der jetzt natürlich auch auf Olympia schielt. So entspannt wie Baumgartner war auch die Veranstaltung an sich. Schade nur, dass Kälte und Wind den Veranstaltern beim ersten Ski-Slopestyle-Weltcup zumindest in Sachen Zuschauer einen Strich durch die Rechnung machten. Ein kleiner Dämpfer war auch das Fehlen der Lokalmatadore am Finaltag. Sowohl Viktor Moosman als auch Laura Wallner hatten das Finale jeweils knapp verpasst.

Die Siege gingen gestern jeweils nach Skandinavien: Oystein Braaten (NOR) und Jennie-Lee Burmansson (SWE) bezwangen den Parcours am flüssigsten und spektakulärsten. Die Slopestyle-Premiere soll übrigens kein einmaliges Highlight bleiben, am Gletscher könnten in Zukunft regelmäßig Weltcup-Punkte vergeben werden.

Slopestyle-Weltcup am Stubaier Gletscher

Herren: 1. Oystein Braaten (NOR) 91,40 Punkte; 2. Evan ­McEachran (KAN) 86,2; 3. Colby Stevenson (USA) 81,80. Weiters: 15. Samuel Baumgartner (AUT) 15,00.
In der Quali gescheitert: 31. Viktor Moosmann; 48. Lukas Müllauer (beide AUT).
Damen: 1. Jennie-Lee Burmansson (SWE) 80,00; 2. Katie Summerhayes (GBR) 77,00; 3. Caroline Claire (USA) 75,20.
In der Quali gescheitert: 20. Laura Wallner (AUT).