Letztes Update am Di, 04.09.2018 16:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping

Olympiasieger Ustjugow bestreitet Dopingvorwürfe

Verdächtigungen seien laut Biathlon-Olympiasieger Jewgeni Ustjugow „eine Schande“.

© imago/GeisserDer russische Biathlet Jewgeni Ustjugow wehrt sich gegen Doping-Vorwürfe.



Moskau – Der russische Biathlon-Olympiasieger Jewgeni Ustjugow hat alle Dopinganschuldigungen bestritten. „Ich weiß, dass alle meine Medaillen sauber sind. Ich werde mich verteidigen. Wenn es sein muss vor allen möglichen Gerichten“, sagte der 2014 vom Leistungssport zurückgetretene Ustjugow am Dienstag dem Sender match.tv. Alle seine bisherigen Dopingproben seien negativ gewesen.

Die Vorwürfe seien eine „Schande, mit der die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA internationale Föderationen benutzt, um ihre politischen Probleme zu lösen“. Der 33-Jährige und Staffel-Olympiasiegerin Swetlana Slepzowa gehören laut russischen Medienberichten zu den vier russischen Biathleten, die vergangene Woche vom Weltverband IBU des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln beschuldigt wurden. Die Namen veröffentlichte die IBU unterdessen nicht, auch über mögliche Strafen ist noch nichts bekannt.

Gold in Vancouver und Sotschi

Ustjugow hatte 2010 in Vancouver Gold im Massenstart gewonnen und vier Jahre später in Sotschi mit der Staffel. Er hat seine Karriere nach der Olympiasaison 2014 ziemlich überraschend beendet. Auch Slepzowa, Staffelgoldmedaillengewinnerin von 2010, ist nicht mehr aktiv. (APA)