Letztes Update am Di, 23.10.2018 15:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia

FIS-Präsident Kasper: Winterspiele in Peking erreichen neue Dimensionen

Das IOC-Ehrenmitglied sieht bei den China-Winterspielen im Jahr 2022 kein Ende des Gigantismus.

FIS-Präsident Gian Franco Kasper.

© gepaFIS-Präsident Gian Franco Kasper.



Peking/Seefeld – Die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 werden nach Ansicht von IOC-Ehrenmitglied Gian Franco Kasper neue Dimensionen erreichen. Beim Forum Nordicum der nordischen Wintersportjournalisten in Seefeld sagte der Präsident des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) am Dienstag, seine Hoffnung auf das Ende des Gigantismus bei Winterspielen hätte sich nicht erfüllt.

„In Peking soll alles größer, schöner und teurer werden als bei anderen Spielen“, sagte Kasper. Das größte Problem wird nach seiner Ansicht der Schnee. Es sei in der Olympia-Region zwar teils sehr kalt, die durchschnittliche Schneehöhe betrage aber nur fünf bis zehn Zentimeter. Für die Produktion von Kunstschnee stünde zu wenig Wasser zur Verfügung. „Das könnte dann für Probleme für die Wasserversorgung in Peking sorgen“, sagte der 74-jährige Schweizer.

Ausdrücklich lobte Kasper die Organisatoren in Sachen Umweltschutz. „Da sind sie sehr weit. Es werden nicht sinnlos Wälder abgeholzt.“

Sportlich erwartet Kasper vom Gastgeberland, dass es in der einen oder anderen Disziplin in die Weltspitze stoßen wird und auch den Medaillenspiegel durcheinanderbringen kann. Vor allem in den jungen Disziplinen im Freestyle oder Snowboard könnten sie schnell aufholen. (APA/dpa)