Letztes Update am Fr, 26.10.2018 09:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Und jährlich grüßt in Sölden ein rundes Jubiläum

Aus der Idee, den (Weltcup-)Winter schon Ende Oktober auf einem Gletscher starten zu lassen, ist eine Institution geworden. Wo? In Sölden natürlich!

Auf die Plätze, fertig, los! Mit dem Startschuss für den Ski-Weltcup in Sölden beginnt in Tirol auch die Wintersaison.

© gepaAuf die Plätze, fertig, los! Mit dem Startschuss für den Ski-Weltcup in Sölden beginnt in Tirol auch die Wintersaison.



Von Max Ischia

Sölden – Findige Leut’ sind sie schon, die Ötztaler. Erst recht die Touristiker. Stand im Vorjahr der alpine Gletscher-Auftakt im Zeichen der 20. Rennauflage, so laden OK-Chef Jakob „Jack“ Falkner und seine bewährte Truppe dieser Tage zum 25-Jahr-Jubiläum. Frei nach dem Motto: Es gibt immer einen Grund zum Feiern. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Wie beispielsweise der 1,2 Kilometer lange und 50 Meter breite Rennhang, der sich gestern nicht zuletzt dank zehn Zentimeter Neuschnee im feinsten Winterkleid präsentierte. Ohne die im Frühjahr angelegten und unter einer 60.000 Quadratmeter großen Vliesabdeckung gehorteten Schneedepots wäre eine weltcuptaugliche Präparierung freilich nie und nimmer möglich gewesen.

Wenn OK- und Bergbahnenchef Falkner den „Sölden-Spirit“ zitiert – und das tut er oft und gerne –, dann ist das vielleicht der größte gemeinsame Nenner zwischen dem kontrovers diskutierten Premierenevent 1993 und dem Rennjubiläum an diesem Wochenende. Das Präsidium des Organisationskomitees ist nahezu deckungsgleich mit jenem vor einem Vierteljahrhundert, auch der Rennleiter ist derselbe (Rainer Gstrein) geblieben, so wie der Pressechef (Ernst Lorenzi). Letzterer kann sich nur zu gut erinnern, als es das erste Pressezentrum – damals im großen Turnsaal der Freizeit- arena – auszustatten galt. „Es gab 30 Tische für 60 Journalisten, wir haben 20 Schreibmaschinen zur Verfügung gestellt, es gab drei Faxgeräte und für die Agenturen insgesamt zwölf Tischtelefone – und zehn Telefonkabinen, um 1 Schilling und 50 Groschen pro Einheit.“

Apropos Zahlen: Die Hotels in der größten Gemeinde Österreichs mit der vielleicht weltweit größten Dichte an Sportgeschäften sind bestens gebucht, auch in diesem Jahr ist am Rennwochenende von 20.000 Nächtigungen und rund 30.000 Ski-Fans auszugehen, was zu einem – touristischen – Umsatz von knapp 3,5 Millionen Euro beiträgt. Nicht minder wertvoll: 20 TV-Stationen senden Bilder in alle Welt, darunter der ORF mit 18 Kameras, allein 13 am Rennhang.