Letztes Update am Sa, 03.11.2018 20:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

5:1-Sieg über Fehervar! Haie zeigten wieder Biss

Nach einem souveränen ersten und einem schlechten zweiten Drittel durfte der HCI beim 5:1-Sieg gegen Fehervar jubeln.

© gepaDer tschechische Doppeltorschütze Ondrej Sedivy (l.) führte den HCI gegen Fehervar zurück auf die Siegesstraße.



Von Benjamin Kiechl

Innsbruck – Den Worten ließ Haie-Coach Rob Pallin nun auch Taten folgen. Neu formiert legten die Haie gestern im EBEL-Heimspiel gegen Tabellennachbar Fehervar los. Rene Swette erhielt im Tor den Vorzug gegenüber Janne Juvonen. Eine „Watsch’n“ gab es gar für Alex Lavoie, der sich „aus disziplinären Gründen“ nur auf der Tribüne wiederfand. Dafür wurden die Eigenbauspieler Lukas Bär und Clemens Paulweber (Ersatz für Lavoie in der dritten Linie) befördert.

Taten folgten auch am Eis: Nach fünf Minuten durften die Fans auf der Nordtribüne bereits jubeln. Andrew Yogan (5.) fackelte nicht lange herum und ließ Fehervar-Goalie Carruth keine Chance.

Die Haie blieben am Drücker und legten mit einem Treffer zum Zunge-Schnalzen nach: Lammers (14.) vollendete aus spitzem Winkel. Eine Zeigerumdrehung später scheiterte Paulweber am Goalie, der erst im Nachfassen die Scheibe kontrollieren konnte. Sehenswert das 3:0 von Ondrej Sedivy zum 3:0 (20.) nach einem schnellen Gegenstoß. Mit einem 3.0-Polster ging’s in die Drittelpause und da schien die 3:4-Niederlage gegen Linz bereits abgehakt.

Wie so oft kam es aber anders: Das zweite Drittel begann mit Zwei-Minuten-Strafen gegen Lindner, Pedevilla und Boivin. Das Spiel plätscherte dahin, doch die Ruhe war trügerisch: Plötzlich brannte es vor dem Haie-Tor und es hörte nicht mehr auf: Andrew Sarauer (31.) verkürzte für die Ungarn zum 1:3. Damit war man noch gut bedient, Goalie Swette verhinderte Schlimmeres. Drohte ein Rückfall ins alte Schema? Haie-Coach Rob Pallin wurde zunehmend unruhiger – ein Drittel zum Abhaken.

Aber anders als in den Spielen zuvor knickten die Haie mit Comeback-Mann Sacha Guimond nicht ein. Der Tscheche Ondrej Sedivy war nach einem perfekten Langpass hellwach und netzte zum 4:1 für die Innsbrucker ein. Jetzt schien sich doch alles zum Guten zu wenden. Mit etwas Glück wäre der Stangenschuss von Lindner (51.) im Tor gelandet. Dafür stellte Kapitän Tyler Spurgeon (56.) den 5:1-Endstand her.

„Ein wichtiger Sieg, das erste Drittel war hervorragend“, strahlte Man of the Match Ondrej Sedivy. Auch nach dem Durchhänger im zweiten Drittel habe man zum Schluss „voll dagegengehalten“. Heute heißt es gegen Villach gleich nachlegen.

Ergebnisse der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Samstag:

HC Innsbruck - Fehervar 5:1 (3:0,0:1,2:0). Innsbruck. Tore: Yogan (5.), Lammers (13.), Sedivy (20., 44.), Spurgeon (55.) bzw. Sarauer (31.). Strafminuten: 18 bzw. 2.

Medvescak Zagreb - Red Bull Salzburg 2:5 (2:3,0:1,0:1). Zagreb, 3.654. Tore: Sylvestre (13./PP2), Brine (14.) bzw. Van de Velde (17., 18./PP), Heinrich (20./PP2), Feldner (39.), Duncan (55.). Strafminuten: 20 bzw. 10.

Znojmo - Dornbirner EC 4:1 (1:0,1:0,2:1). Znojmo, 2.022. Tore: Matus (9.), Mrazek (33., 47.), Parkkonen (50.) bzw. Broda (41.). Strafminuten: 4 bzw. 8.