Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


EBEL

Nach Donuts und Geflügel reisen die Haie ins Ländle

Nach dem 8:5-Husarenstück in Bozen wollen die Haie heute (19.15 Uhr) in Dornbirn nachlegen. Das Feuer brennt bei Mike Boivin und Co.

© gepaDie Haie um den wachgeküssten Mike Boivin (l.) und Top-Goalgetter Andrew Yogan wollen es heute in Dornbirn wieder krachen lassen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Wer einen 0:4-Rückstand in einen 8:5-Auswärtssieg verwandelt, wie zuletzt die Haie in Bozen, kann kaum schlechter Laune sein. Wer zudem seinen 28. Geburtstag und zugleich das amerikanische Thanksgiving-Fest im Kreis der Mannschaft und Familie feiert, darf sich zudem ein Glückskind nennen. Und genauso ging es gestern HCI-Verteidiger Mike Boivin, dessen Lebensalter seit gestern mit der Rückennummer 28 übereinstimmt.

„Die Jungs haben in der Kabine gesungen, weil ich ihnen Donuts gebracht habe“, lachte der Kanadier, dessen Frau aus den USA stammt und der sich in Bozen zuletzt über einen Doppelpack freuen durfte. Denn nach starker Vorbereitung war der Start in die Saison für den großen Hoffnungsträger ziemlich hart: „Ich bin langsam hineingestartet, war auch angeschlagen (Handgelenk, Anm.) und hatte zu kämpfen. Es war schon ein bisschen frustrierend“, gab das Geburtstagskind gestern preis, um sich gleich zu bedanken: „Rob (Coach Pallin) hat Geduld mit mir bewiesen und die Mannschaft hat mir geholfen. Es hat noch nie so lange gedauert, bis ich getroffen habe“, hat Boivin wieder dazugelernt. Seit Sacha Guimond zurück ist, läuft’s bei den Haien, auch Boivin genießt ihn als Abwehrpartner an seiner Seite: „Mit Sacha hat es schon in der Pre-Season ,Klick‘ gemacht. Wir haben gleich eine gute Chemie gefunden und sind eine gute Kombination.“ Die hat er auch mit Nachbar und Liga-Topscorer Andrew Clark, dem gestern in Vorfreude auf das Mittagsmahl schon das Wasser im Mund zusammenlief. Auf der Suche nach einem Truthahn wurde aber offenbar nur Coach Rob Pallin bei seinem Stammmetzger in Völs fündig. Ein Routineplus, das der Coach in seiner dritten Saison in Tirol genießt, ehe er trocken festhält: „Es wird schwer in Dornbirn. Am Papier haben sie eine gute Mannschaft.“ Der Pfeil bei Boivin und Co. soll aber dennoch weiter nach oben zeigen.