Letztes Update am Di, 27.11.2018 22:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Österreicherinnen im ersten Lake-Louise-Training stark

Im ersten Training für die beiden Weltcup-Abfahrten sorgte Christine Scheyer für die Bestzeit, auf den Rängen drei und vier landeten Tamara Tippler und Ramona Siebenhofer.

© gepaDie 24-jährige Christine Scheyer sorgte in 1:50,61 Minuten für die Bestzeit beim Training.



Lake Louise – Überzeugend haben sich Österreichs Damen im ersten Training für die beiden Weltcup-Abfahrten am Freitag und Samstag (jeweils 20.30 Uhr MEZ, live ORF eins) in Lake Louise präsentiert. Die 24-jährige Christine Scheyer sorgte in 1:50,61 Minuten für die Bestzeit, 0,21 Sekunden vor der Französin Romane Miradoli. Mit Tamara Tippler und Ramona Siebenhofer kamen zwei weitere ÖSV-Damen in die Top 4.

Scheyer: „Es war extrem unruhig und schlagig“

„Gefühlt habe ich mich eigentlich überhaupt nicht gut. Ich war viel zu rund und habe mir gedacht, ‚oh weia, ein missglückter Trainingslauf‘, aber war wohl doch ganz schnell“, meinte Scheyer lachend. Vor allem im oberen Abschnitt sei es „extrem unruhig und schlagig“ gewesen. „Das ist einmal positiv für den Anfang, beim Rennen fängt es bei null an.“ Sie selbst mag es lieber, wenn es „Kurve auf Kurve“ geht. Die Strecke sei schon leicht, aber: „Es ist schwer, schnell zu sein“.

Bei Tippler führte auch ein Torfehler zur guten Platzierung. „Ich habe ein bisserl einen Konzentrationsfehler gehabt, und bin bei einem Tor innen statt außen gefahren, aber das hat jetzt auch keine zwei Sekunden ausgemacht“, sagte Tippler. Für die siebentplatzierte Schmidhofer war die erwartete „Autobahn“ dann „unruhiger als gedacht“. Bei Schnellfall und schlechter Sicht war der Kurs auch noch recht langsam. „Es ist sehr überraschend, dass es jetzt so gut gegangen ist“, sagte Schmidhofer.

Nina Ortlieb kam mit 0,89 Sekunden Rückstand als Elfte ins Ziel. Cornelia Hütter (16./+ 1,18) und Anna Veith (23./1,83) hatten schon deutlichere Verspätung. Am Mittwoch und Donnerstag stehen noch zwei Trainings auf dem Programm.

Für Veith war es ein erstes Herantasten mit den langen Skiern: „Ich habe jetzt keine Abfahrtstrainings gehabt. Durch die unruhige Piste habe ich mir schon ein bisserl schwer getan“, gestand die Salzburgerin. „Dafür, dass ich nicht trainiert habe, bin ich mit dem Rückstand zufrieden. Aber mein Speed-Gen ausleben zu können, macht mir extrem Spaß.“

Wie vor sechs Tagen bei den Herren war das Auftakt-Training von einem folgenschweren Sturz überschattet. Bei schwierigen Bedingungen musste eine Vorläuferin mit dem Hubschrauber abtransportiert werden, wodurch sich der Start des Trainings um rund 40 Minuten verzögerte. (APA)