Letztes Update am Sa, 01.12.2018 08:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Feuz gewann in Beaver Creek, Kitz-Sieger Dreßen schwer gestürzt

Der Erfolgslauf der ÖSV-Herren endete bei der Abfahrt in Beaver Creek. Angeführt von Beat Feuz feierten die Schweizer einen Doppelsieg. Kitz-Sieger Thomas Dreßen (GER) fällt nach seinem Sturz für den rest der Saison aus.

© gepaBeat Feuz raste bei widrigen äußeren Bedingungen zu seinem ersten Sieg in Beaver Creek.



Beaver Creek - Beat Feuz war am Freitag auf verkürzter Strecke in der Abfahrt von Beaver Creek der Schnellste. Der Schweizer gewann mit 0,07 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Mauro Caviezel. Aksel Lund Svindal (NOR/+ 0,08 Sekunden) sicherte sich Rang drei. Vincent Kriechmayr (+ 0,26) belegte als bester Österreicher Platz fünf.

"Die Strecke war sehr kurz und es war brutal schwierig zu fahren. Vom Gefühl her, hätte ich nicht geglaubt, dass es für den Sieg reicht", sagte Feuz zu seiner Fahrt. Nach drei zweiten Plätzen durfte der Schweizer Weltmeister erstmals über einen Sieg in Beaver Creek jubeln: "Die Strecke liegt mir schon lange, deshalb freue ich mich riesig, dass ich gewonnen habe." Den letzten Doppelsieg im Herren-Weltcup hatten die Eidgenossen vor sieben Jahren in Bormio gefeiert.

Dreßen-Sturz mit über 100 km/h

Ein Opfer der weichen, unruhigen Piste wurde Thomas Dreßen. Der Abfahrtssieger von Kitzbühel verkantete mit über 100 km/h seine Skier und stürzte in einen Fangzaun. Bei der Fernsehübertragung war zu hören, wie Dreßen vor Schmerzen schrie. Der 25-jährige Deutsche musste abtransportiert werden. Er hat sich das vordere und hintere Kreuzband im rechten Knie gerissen und wird den Rest der Saison ausfallen. Das gab der Deutsche Skiverband (DSV) am späten Freitagabend nach einer Untersuchung des 25-Jährige in Vail mit.

Der Deutsche Thomas Dreßen musste verletzt mit dem Akia abtransportiert werden.
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Neben der schweren Blessur im Knie erlitt der Kitzbühel-Sieger der Vorsaison zudem eine Subluxation der linken Schulter. Nach einer Rückkehr nach Deutschland werde sich der Mittenwalder weiteren Untersuchungen unterziehen. Ein Comeback in der laufenden WM-Saison ist aber ausgeschlossen.

Österreichs Schnellster, der fünftplatzierte Vincent Kriechmayr dachte bereits im oberen Bereich, eingefädelt zu haben und nutzte die restlichen Pistenmeter für eine vermeintliche Trainingsfahrt. "So hat das dann auch ausgeschaut bei mir. Schade, da wäre mehr drinnen gewesen", ärgerte sich der Oberösterreicher. Die ÖSV-Herren blieben erstmals in dieser Saison ohne Podestplatz.

"Der Nebel war nicht so schlimm, aber es ist eher ein mentaler Aspekt, der da reinspielt. Ich hab's dann ganz gut runtergebracht", zeigte sich Hannes Reichelt mit Platz sieben trotz Wetter-Pech zufrieden. Für die Überraschung des Tages aus rot-weiß-roter Sicht sorgte Christian Walder, der mit der hohen Startnummer 44 noch auf Rang acht vorfuhr. Lake-Louise-Sieger Max Franz (13.) verpasste diesmal die Top Ten.

Für Samstag ist in Beaver Creek ein Super-G geplant (19.00 Uhr/TT.com-Live-Ticker), sofern es das Wetter zulässt. Am Sonntag steht ein Riesentorlauf (17.45 und 20.45 Uhr) auf dem Programm. Dann greift auch Marcel Hirscher wieder ins Renngeschehen ein. (TT.com)