Letztes Update am Do, 06.12.2018 22:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Das Team der Stunde stellt die Haie auf die Probe

Mit Linz gastiert am Freitag (19.15 Uhr) ein Team in der Tiwag-Arena, das von den letzten zehn Erste-Bank-Liga-Spielen sieben gewonnen hat.

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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Michael Boivin ist heiß auf den morgigen Freitag. Und das liegt nicht nur an der Tatsache, dass der HC Innsbruck in der Erste Bank Eishockey Liga die formstarken Black Wings aus Linz empfängt, sondern auch daran, dass der Kanadier zuletzt zum Zuschauen gezwungen war. Am Freitag ist seine (unnötige) Drei-Spiele-Sperre wegen eines Stockschlags gegen den Wiener Ali Wukowits abgelaufen und der 28-Jährige weist in gewisser Weise auch eine Bringschuld auf. „Wir haben mit den Oberösterreichern noch eine Rechnung offen, die wollen wir begleichen“, erinnert Boivin auch an die 3:4-Heimniederlage gegen die Linzer vom 30. Oktober, als die Oberösterreicher einen Tag vor Halloween zum Schreckgespenst für die Haie avancierten.

Das Team aus der Stahlstadt – mit dem Kufsteiner Manager Christian Perthaler – hat nach anfänglichen Problemen jedenfalls richtig Fahrt aufgenommen. Der jüngste „Dreier“ gegen Titelverteidiger Bozen (4:1) war der bereits siebente Heimsieg in Serie, insgesamt können die Linzer seit dem schon angesprochenen Erfolg in der Tiwag Arena Ende Oktober auf sieben Sieg­e in zehn Spielen zurückblicken. Die Formkurve spricht also für die Gäste, doch die „Wundertüte HC Innsbruck“ ist bekanntlich immer für eine Überraschung gut.

Headcoach Rob Pallin weiß jedenfalls um die Komplexität der Mission am Freitag: „Linz hat einen guten Kader und ist ein Favorit auf den Titel. Sie sind einfach ein bisschen später in Schwung gekommen.“ Der Fokus sollte wohl erneut auf der eigenen Fehlerminimierung liegen. Zuletzt, bei der 1:5-Niederlage beim Tabellenführer in Klagenfurt, waren die Innsbrucker auch wieder einigen individuellen Fehlern zum Opfer gefallen. „Die hat der KAC eiskalt bestraft. Natürlich wäre mehr drin gewesen, aber wir kämpfen weiter“, will Pallin gar nicht mehr lange auf den vergangenen Sonntag zurückblicken.

Die Konzentration müsse am Freitag jedenfalls hochgehalten werden. Das fordert auch Urgestein Florian Pedevilla: „Es ist an der Zeit, dass wir uns unserer Situation noch mehr bewusst werden. Wir können nur über eine solide Defensive und über viel Leidenschaft erfolgreich sein.“ Man habe zwar „viel Talent in der Mannschaft, aber das alleine reicht einfach nicht. Jede­r muss an Bord sein.“