Letztes Update am So, 16.12.2018 14:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

2,53 Sekunden vorne: Hirscher deklassiert die Konkurrenz

Marcel Hirscher bleibt im Riesentorlauf das Maß aller Dinge. Der ÖSV-Superstar triumphierte vor den Franzosen Fanara und Pinturault. Der Tiroler Manuel Feller belegte Rang vier.

Die Franzosen Thomas Fanara und Alexis Pinturault nahmen Marcel Hirscher in die Mitte.

© gepaDie Franzosen Thomas Fanara und Alexis Pinturault nahmen Marcel Hirscher in die Mitte.



Alta Badia — Marcel Hirscher hat am Sonntag zum sechsten Mal in Folge den Weltcup-Riesentorlauf auf der Gran-Risa-Piste von Alta Badia gewonnen. Der Salzburger setzte sich bei seinem 61. Erfolg im Weltcup, dem 30. im Riesenslalom, mit unglaublichen 2,53 (!) Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Thomas Fanara durch. Alexis Pinturault (FRA/+ 2,69 Sekunden) belegte Rang drei. Manuel Feller (+ 2,72 Sekunden) verpasste als Vierter knapp das Stockerl.

Offiziell fehlt Hirscher nun nur noch ein Sieg auf Landsfrau Annemarie Moser-Pröll (62). Allerdings könnte ihm nachträglich noch der Gewinn des Riesentorlaufs in Beaver Creek zugesprochen werden, womit er bereits gleichgezogen hätte. Die Ski-Weltverband (FIS) hatte den deutschen Sieger Stefan Luitz wegen Anwendens einer unerlaubten Methode disqualifiziert, allerdings bekam der DSV vom Weltverband bis zum 26. Dezember Zeit für eine Stellungnahme.

Hirscher: "Nicht mit Riesenvorsprung gerechnet"

"Ich fahre volle Attacke. Mit diesem Vorsprung habe ich nicht gerechnet, weil es sich unter dem Fahren nicht so gut angefühlt hat", zeigte sich Hirscher im ORF-Interview verwundert. "Es hat ordentlich gerattert, aber wohl doch weniger wie bei meinen Konkurrenten."

Manuel Feller verpasste hauchdünn das Stockerl.
Manuel Feller verpasste hauchdünn das Stockerl.
- AFP

Feller trauerte einem möglichen Podestplatz nach. Lediglich 0,03 Sekunden fehlten in der Endabrechnung auf Rang drei. "Wir haben viel am Material umgestellt und an der Technik gearbeitet — das hat sehr gut funktioniert. Mit so einem Bock im oberen Teil habe ich nicht gedacht, dass ich noch um's Podium mitfahren kann. Deshalb wurmt's mich umso mehr", gab der Tiroler zu Protokoll.

Für die Herren geht es am Montag in Alta Badia mit einem Parallel-Riesentorlauf (18.15 Uhr) weiter. Allzu große Siegchancen rechnet sich Hirscher, der mit nun 380 Punkten wieder den Gesamtweltcup anführt, nicht aus: "Ich gehe mit null Erwartungen in dieses Rennen. Es wird enorm von der Kurssetzung abhängen, was dort möglich ist." (TT.com)