Letztes Update am Fr, 04.01.2019 22:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Ross setzte für die Haie den letzten entscheidenden Biss

Die Innsbrucker Haie prolongierten den Aufwärtstrend vor knapp 3000 Fans mit einem packenden 3:2-Derbysieg über den HC Bozen.

Drei, die maßgeblichen Anteil am 3:2-Derbysieg der Innsbrucker Haie über den HC Bozen hatten – Andrew Yogan, Andrew Clark und Siegtorschütze Nick Ross (v. l.).

© Amir BeganovicDrei, die maßgeblichen Anteil am 3:2-Derbysieg der Innsbrucker Haie über den HC Bozen hatten – Andrew Yogan, Andrew Clark und Siegtorschütze Nick Ross (v. l.).



Von Alex Gruber

Innsbruck – Es war am Freitag vor (fast) ausverkauftem Haus alles angerichtet für das vierte Nord-Südtiroler Derby in dieser Saison. Dafür sorgten auch die Fans aus Bozen, die aber rasch ihr blaues Wunder – das stammte am Freitag auch mehrmals aus der Pfeife der Unparteiischen – erlebten. Die erste Topchance (4.) durch Alexander Petan gehörte zwar dem Meister, dann nahmen die Haie aber ordentlich Fahrt auf. Zunächst scheiterte Ondrej Sedivy noch an Bozen-Goalie Irving (5.) und an der Stange (6.), dann brachte Kapitän Tyler Spurgeon die Scheibe vors Tor und Marchetti fälschte zur 1:0-Führung für die Innsbrucker ins eigene Tor ab. Es muss nicht immer schön sein. „Play simple, win games“, lautet ja der neue HCI-Slogan.

Dem Treffer zum 2:0 konnte man dann aber getrost ein Gütesiegel für eine Stocktechnik der Extraklasse umhängen. Andrew Yogan narrte gleich drei Gegner, sein Zuspiel versenkte dann mit Andrew Clark der Liga-Topscorer in unnachahmlicher Manier. Mike Boivin (19.) hatte in einem ganz starken ersten Drittel sogar das 3:0 auf der Schaufel.

Die beste Chance im zweiten Abschnitt gehörte zunächst HCI-Eigengewächs Clemens Paulweber (28.), zwei Minuten später konnten die Gäste im Powerplay auf 2:1 verkürzen. Bei den Gastgebern häuften sich die Strafen, das nutzte Bozen dann auch zum 2:2 (40.). Goalie Lukas Gracnaer, der in den letzten Partien überragend agiert hatte, sah dabei nicht gut aus.

Spätestens jetzt war jedem klar, dass es gegen die defensivstarken Füchse ein Geduldsspiel werden wird, bei dem man ja nicht in Rückstand geraten sollte. Ein Tor der Südtiroler wurde wegen Torraumabseits aberkannt (48.), dann kamen wieder die Haie. John Lammers (50.) und Daniel Wachter (56.) klopften an, den Matchpuck setzte aber Mike Boivin nach einer herrlichen Einzelleistung an die Latte (58.). Und so ging es in einem packenden Derby in die Overtime. Die war gerade 35 Sekunden alt, als Clark Nick Ross bediente, der zum vielumjubelten 3:2-Sieg traf. Es war der vierte Erfolg in den letzten fünf Spielen. Weil Znojmo aber am Freitag bei Fehervar gewann und Dornbirn auswärts in Salzburg, bleiben die tapferen Haie vorerst auf Platz zehn gefangen.

Ergebnisse

Fehervar - Znojmo 4:6 (3:4,1:1,0:1)

Black Wings Linz - Vienna Capitals 2:3 n.V. (0:0,1:1,1:1/0:1)

HC Innsbruck - HCB Südtirol 3:2 n.V. (2:0,0:2,0:0/1:0)

KAC - Graz 99ers 2:4 (0:1,1:2,1:1)

Medvescak Zagreb - VSV 2:8 (1:1,0:3,1:4)

Red Bull Salzburg - Dornbirner EC 1:2 (1:1,0:1,0:0)