Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.01.2019


EBEL

HCI-Crack Sedivy zahlt die Eiszeit mit Punkten zurück

Beim 6:3-Erfolg in Dornbirn schrieb Ondrej Sedivy als Torschütze und zweifacher Vorbereiter an. Mit 26 Scorerpunkten hält er einen neuen Rekord bei den Haien.

Der Papa wird?s schon richten - darauf können sich bei Ondrej Sedivy neben Töchterchen Anna auch die Innsbrucker Haie verlassen.

© gepaDer Papa wird?s schon richten - darauf können sich bei Ondrej Sedivy neben Töchterchen Anna auch die Innsbrucker Haie verlassen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Der fünfte Sieg in den letzten sechs Spielen in der Erste Bank Eishockeyliga begann im Ländle mit einem Innsbrucker Treffer, der zunächst Mike Boivin gutgeschrieben wurde. Offenbar war Ondrej Sedivy aber noch irgendwie dran. Und in erster Linie zählt mittlerweile im Haifischbecken ohnehin nur das kollektive Glücksgefühl.

So und nicht anders denkt auch Ondrej Sedivy. „Ich versuche einfach 100 Prozent für die Mannschaft zu geben. Dann kommen die guten Dinge von alleine“, beschreibt der 29-jährige Angreifer seine ehrliche Philosophie. Der Tscheche nahm selbst nicht einmal zur Kenntnis, dass er mit seinen drei Scorerpunkten in Dornbirn in seiner dritten Saison bei den Haien einen neuen persönlichen Rekord fixierte. „Ist das wahr?“, schüttelte er ungläubig den Kopf. Es ist wahr. Nach 36 Runden hält der technisch versierte Flügel bei 26 Zählern, das ist einer mehr (25), als er in den beiden Vorjahren nach jeweils über 50 Spielen schaffte. Aus Sedivy, womöglich immer noch der (bei Weitem) „billigste“ HCI-Legionär, spricht dennoch nichts als Bescheidenheit: „Wenn man in den ersten beiden Linien neben sehr guten Kollegen spielt, muss man punkten. Ich bekomme viel Eiszeit und versuche sie zu nutzen.“ Am trainingsfreien Montag war der Fokus gestern auf Tochter Anna (wird im Februar 2 Jahre alt) gerichtet.

Sedivy stürmt wie zu Saisonbeginn wieder neben Lamoureux und Lavoie, hatte über viele Runden Lammers und Spurgeon an seiner Seite, ehe Coach Rob Pallin seine Linienwahl mit Erfolg wieder korrigierte. Das sind alles Details. Das Wesentliche bringt Sedivy auf den Punkt: „Es ist noch nicht vorbei. Unser Ziel bleiben die Top sechs. Wenn wir so weiterspielen, ist es möglich. Wir glauben daran.“

Sieben Zähler fehlen acht Runden vor Ende des Grunddurchgangs auf die obere Tabellenhälfte, am Freitag muss der nächste Sieg gegen Fehervar her. Einer wie Ondrej Sedivy schürt den Glauben.