Letztes Update am Di, 08.01.2019 12:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Ski-Weltcup: St. Anton und Kitzbühel sagen Schnee den Kampf an

Das erste Training am Donnerstag für die Abfahrt der Damen in St. Anton musste aufgrund der prognostizierten Schneefälle abgesagt werden.

Ein Traum in weiß: Bis zu zwei Meter hoch türmten sich die Schneewände in Kitzbühel.

© KSCEin Traum in weiß: Bis zu zwei Meter hoch türmten sich die Schneewände in Kitzbühel.



Kitzbühel, St. Anton – Das für Donnerstag geplant gewesene erste Training für die Damen-Weltcup-Abfahrt in St. Anton am Arlberg (Samstag) wurde am Dienstag abgesagt. Grund sind die absehbaren Schneefälle, die eine rechtzeitige Fertigstellung der Karl-Schranz-Rennpiste am Kapall unmöglich machen. Das erste Training ist nun für Freitag geplant.

Auf die Veranstalter in St. Anton wartet bis zum Wochenende jede Menge Arbeit. Samstag soll dort eine Abfahrt, am Sonntag ein Super-G stattfinden.
Auf die Veranstalter in St. Anton wartet bis zum Wochenende jede Menge Arbeit. Samstag soll dort eine Abfahrt, am Sonntag ein Super-G stattfinden.
- SC Arlberg

„Es wäre eine Sisyphus-Arbeit“, erklärte Peter Mall, warum man angesichts der aktuellen Wettersituation mit Wind und viel Neuschnee erst in der Nacht auf Donnerstag mit dem Aufstellen der Sicherheitszäune beginnen wird. „Wir lassen es jetzt einmal schneien und werden versuchen, am Mittwoch den ganzen Tag mit den Maschinen den Schnee aus der Strecke zu räumen“, sagte der Generalsekretär der Arlberg-Kandahar-Rennen. Ab Mitternacht könne dann mit dem Errichten der Zäune begonnen werden, so Mall.

Wenn das Wetter mitspielt, soll am Freitag dann zumindest ein Trainingslauf möglich sein. Dass derzeit im Land Lawinenstufe 4 herrscht, ist den Arlbergern natürlich bewusst. „Die Situation wird aber immer zusätzlich auch von unserem Lawinenwarndienst beurteilt“, so Mall. „Wir sind vorbereitet und wissen, wie man mit so etwas umgeht. Es ist nicht das erste Mal, dass es hier schneit. Und angesagte Revolutionen finden oft auch nicht stattfinden“, hofft Mall, dass das derzeit extreme Winterwetter im Alpenbereich am Wochenende gemäßigter ist.

Da ist in St. Anton am Samstag (12.1.) eine Abfahrt und am Sonntag (13.1.) ein Super-G geplant. Nachdem 2016 wegen zu wenig Schnee abgesagt hatte werden müssen, erschwert nun zu viel vom Weiß die ersten Weltcup-Rennen in der „Wiege des alpinen Skilaufs“ seit 2013. Sie stehen unter dem Motto „skiing is coming home“. Eintrittskarten sind gleichzeitig auch Tickets für die Zuschauer-Sonderzüge aus Innsbruck und Bregenz.

Auch Kitzbühel hat viel zu tun

Bis zu zwei Meter hoch türmten sich am Montag die Neuschnee-Massen auf der berüchtigten Streif und dem Ganslernhang, als rund 40 Arbeiter das ruhigere Wetter nutzten und sich daran machten, den Schnee von der Piste zu räumen. Noch ist Zeit bis zu den 79. Hahnenkamm-Rennen (21. bis 27. Jänner). Doch weniger Arbeit dürfte es nicht werden. „Es ist unglaublich, was sich an Schnee angesammelt hat. Wir haben noch einiges zu tun, bis alles passt“, erklärte Neo-Rennleiter Mario Mittermayer-­Weinhandl. (TT.com,APA)

Gute und schlechte Prognose fürs Renn-Wochenende

Die Wetterprognosen für das kommende Wochenende in St. Anton sind zweigeteilt. Die Abfahrt am Samstag dürfte laut derzeitigen Prognosen der ZAMG ohne Probleme über die Bühne gehen können. Für den Super-G am Sonntag könnte es allerdings kritisch werden. „Es sind starke Schneefälle vorhergesagt“, sagte Alexander Radlherr von der ZAMG.

„Am Samstag ist es in der Früh zwar dicht bewölkt, zum Rennen hin dürfte es dann aber aufreisen“, erklärte Radlherr am Dienstag. Schneefälle soll es laut derzeitigen Prognosen am Samstag zumindest keine starken geben. Am Freitag sind die Wettervorhersagen sogar noch günstiger. Es soll jedenfalls trocken bleiben und zeitweise könne sogar die Sonne scheinen.

Wettertechnisch spannender dürfte es am Sonntag werden. „Es wird starke Schneefälle geben, es ist nur noch nicht ganz sicher, wann es damit losgeht“, meinte der Meteorologe. Je nachdem wann die Schneefälle beginnen, könnte es auch kritisch für das Rennen werden. Und auch der Wind werde am Sonntag eine Rolle spielen. „Dieser soll stark bis stürmisch werden“, sagte Radlherr.