Letztes Update am Mi, 09.01.2019 08:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Der Schlachtplan in St. Anton für die Rückkehr des Weltcups steht

Nach über 70 Zentimeter Neuschnee sollen ab Donnerstag bis zu 200 Leute alles für den Ski-Weltcup ebnen. „Die Piste wird rennfertig sein“, verspricht Rennleiter Hugo Bertsch.

Die Veranstalter in St. Anton sagten dem Schnee den Kampf an. Leider vergeblich.

© SC ArlbergDie Veranstalter in St. Anton sagten dem Schnee den Kampf an. Leider vergeblich.



Von Roman Stelzl

St. Anton am Arlberg – Nach einer langen Sitzung des OK-Teams am späten Nachmittag glich die erste Reaktion von Peter Mall einem Freudenschrei. „Wir haben einen Schlachtplan“, verkündete der OK-Generalsekretär am Dienstag – und diesem Plan soll sogar das widrige Wetter vor dem Weltcup der Damen in St. Anton am Arlberg (Samstag und Sonntag) erliegen.

Vorerst erlag dem massiven Neuschneezuwachs aber nur das erste Abfahrtstraining am Donnerstag. Die Prognosen (zwischen satten 70 und 100 Zentimetern im Startbereich) machen Arbeiten am Mittwoch unmöglich. Deshalb wird das gut 100 Arbeiter starke Pisten-Team, das am Freitag noch auf bis zu 200 Leute anwachsen dürfte, am Donnerstag um sechs Uhr ausrücken, um dem Schnee den Garaus zu machen. „Das Ziel ist es, die Piste in einem Tag so weit rennfertig zu machen, dass am Freitag ein Training gefahren werden kann“, ergänzte Mall.

Derzeit sieht es vielversprechend aus, ebenso für die Kandahar-Abfahrt am Samstag auf der Karl-Schranz-Strecke, in der Lindsey Vonn (USA) ihr Comeback feiern will. Ein neuer Einbruch droht am Sonntag für den abschließenden Super-G. Die Zuversicht ist dennoch groß für die erstmaligen Weltcup-Rennen im WM-Ort von 2001 nach sechs Jahren Pause. 2016 wurden die Rennen ja – kurioserweise – aufgrund Schneemangels abgesagt, ab heuer wird der Weltcup dann im Zweijahres-Takt an den Arlberg zurückkehren.

Das wetterfeste Team mit großer Bergerfahrung lässt sich so oder so von Vorzeichen nicht einschüchtern. Im Gegenteil. „Alles ist parat. Die Piste wird rennfertig sein. Das ist keine bloße Zuversicht, sondern das wird sicher so sein“, gibt Rennleiter Hugo Bertsch die Marschroute vor. 35 Bundesheer-Soldaten wurden aus Innsbruck in den Westen beordert. Denn die Zeit, um alles rennfertig zu machen, ist knapp. Bertsch: „Wir haben einen Tag, um alles aufzustellen. Das wird mehr als eine Großarbeit.“

Nach dem heutigen Zwangs-Ruhetag beginnen morgen die finalen Arbeiten auf der Rennpiste.
Nach dem heutigen Zwangs-Ruhetag beginnen morgen die finalen Arbeiten auf der Rennpiste.
- SC Arlberg