Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.01.2019


EBEL

Auf die Haie wartete gegen Graz der nächste Kraftakt

Es gibt keine Chance durchzuatmen: Nach dem 5:4-Erfolg gegen Fehervar müssen die Haie heute (17.30 Uhr) zu Hause gegen Graz ran. Die (Heim-)Serie soll weiter halten.

So kennen und lieben ihn die Haie-Fans – Siegtorschütze Andrew Yogan in Ekstase.

© gepaSo kennen und lieben ihn die Haie-Fans – Siegtorschütze Andrew Yogan in Ekstase.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Bilanz des HC Innsbruck nach Weihnachten liest sich eigentlich keinesfalls wie die eines Tabellenzehnten, sondern eher wie die eines Tabellenführers: Es gab sechs Siege aus den letzten sieben Spielen, vier in Serie im neuen Jahr und insgesamt sind die Haie vor eigenem Anhang über fünf Heimspiele ungeschlagen. Die letzten zwei Heimsiege wurden von den Liga-Königen der Verlängerung (acht Erfolge bei elf Versuchen) in der Extratime gewonnen. Und dass man gegen Fehervar nach mehrmaligem Zwei-Tore-Vorsprung (2:0, 3:1, 4:2) doch noch „nachsitzen“ musste, sorgte für eine durchaus laute Kabinenansprache am Freitagabend.

„Wir müssen festhalten, dass wir gewonnen und wichtige Punkte geholt haben. Dennoch war es ein wichtiges Spiel und wir hätten die drei Punkte dringend benötigt. Wir haben im letzten Abschnitt unseren Gameplan verlassen und um das Gegentor gebettelt. Das ist nicht akzeptabel“, mahnte Headcoach Rob Pallin, während auch Kapitän Tyler Spurgeon betonte, dass man nicht in alte Muster zurückfallen und keine Minute den Fuß vom Gas nehmen dürfe.

Womit man auch beim heutigen Gegner aus Graz wäre, der mit kompaktem und starkem Kader eine Riesensaison spielt. Da müssen Andrew Yogan, der die Fans mit seinem 26. Saison- und Siegtor gegen Fehervar verzauberte, und Co. alles abrufen.

Im Kampf um eine Rangverbesserung brauchen die Haie einen „big win“. Bislang gingen alle drei Saisonduelle gegen die 99ers verloren. Auch der „zwölfte“ Mann ist in der Tiwag-Arena gefragt.