Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.01.2019


EBEL

Die Top-Sechs rücken endgültig in weite Ferne

Nach dem Ausfall von Ondrej Sedivy wurde die Personaldecke beim HCI dünn, das merkte man gestern auch bei der 1:3-Niederlage gegen Graz.

Kapitän Tyler Spurgeon (r.) und Co. kassierten nach vier Siegen in Serie wieder einmal eine Niederlage – 1:3 gegen Graz.

© gepaKapitän Tyler Spurgeon (r.) und Co. kassierten nach vier Siegen in Serie wieder einmal eine Niederlage – 1:3 gegen Graz.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck — In den vergangenen Wochen hat der HCI mit sechs Siegen in sieben Spielen vieles richtig gemacht. Am Sonntag ging dieser Lauf für müde wirkende Haie zu Ende — gegen keinesfalls überragende, aber clevere Grazer setzte es ein 1:3. Rang sechs rückt damit bei sieben Zählern Rückstand in weite Ferne.

Dass die favorisierten Steirer zu Beginn das Heft des Handelns in die Hand nahmen, stellte keine Überraschung dar. Der erste gefährliche Abschluss gehörte aber dem Innsbrucker Michael Boivin (3.), zwei Minute später verpasste auf der anderen Seite Colton Yellow-Horn nach einem Tiroler Wechselfehler die Führung. Weil der schmerzlich vermisste Ondrej Sedivy mit einer Beckenprellung fehlte, standen mit Clemens Paulweber und Lukas Bär gleich zwei Tiroler in der „Starting Six". Letzterer bekam in der elften Minute eine vierminütige Strafe wegen eines Ellbogenchecks aufgebrummt. Gegen das beste Powerplay-Team der Liga verteidigten die Haie dann konzentriert, just als auch ein Grazer in die Kühlbox musste und das numerische Gleichgewicht wieder hergestellt war, gelang Kainz das 0:1 (14.).

Das erste Highlight in Drittel zwei gehörte den „Jungen": Nach Bär-Zuspiel knallte Clemens Paulweber die Scheibe an den Pfosten (22.). Drei Minuten später verhinderte Goalie Luka Gracnar gegen Loney in extremis das 0:2 (25.). Den Haien blieb das Offensivpech dagegen treu: Lammers traf erneut den Pfosten (27.).

Das Chancenübergewicht fand man weiter auf Grazer Seite, immer wieder stand jedoch Gracnar bereit. Der Druck ließ aber nicht nach, so war das 0:2 die logische Folge (32.). Den Haien schien nach intensiven Wochen die Kraft auszugehen.

Das merkte man auch im Schlussabschnitt, in dem Andrew Clark aus dem Nichts zumindest der 1:2-Anschlusstreffer gelang (55.) Es folgt aber nur noch das 1:3 durch Oberkofler (58.). „Es hat heute nicht gereicht, drei Punkte wären nicht verdient gewesen", schüttelte Verteidiger Sacha Guimond den Kopf.

EBEL-Ergebnisse

KAC — Dornbirn 7:6 n. V. (2:1, 3:4, 1:1/1:0). Tore: Bischofberger (6./PP), Koch (8./PP), Geier (45./SH), Kozek (27.), Kraus (34.), Comrie (60., 61.) bzw. O'Donnell (8., 35., 60.), Magnan (25.), Zwerger (27.), Timmins (32.) Salzburg — Linz 6:1 (3:0, 2:0, 1:1) Tore: Herburger (4., 39.), Van de Velde (14.), Raffl (14.), Jakubitzka (38.), Huber (45./PP) bzw. Kearns (56.). Fehervar — Villach 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) Zagreb — Vienna 0:13 (0:3, 0:4, 0:6). Znojmo — Bozen 2:3 (1:0, 1:0, 0:3)

Nächstes Haie-Match: Freitag: Linz — HC IBK (19.15 Uhr).




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