Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.01.2019


Bezirk Kitzbühel

Der viele Schnee verhindert die Schneeschuh-EM in Kirchdorf

Die Sicherheit der Athleten, Zuseher und Mitarbeiter geht vor: Die für dieses Wochenende geplante Veranstaltung in Kirchdorf wurde abgesagt.

Schneeschuhwandern ist in den Kitzbüheler Alpen beliebt. Aus Sicherheitsgründen musste die Schneeschuh-EM aber abgesagt werden.

© Franz GerdlSchneeschuhwandern ist in den Kitzbüheler Alpen beliebt. Aus Sicherheitsgründen musste die Schneeschuh-EM aber abgesagt werden.



Von Michael Mader

Kirchdorf – Mit rund 200 Startern hat der Tourismusverband St. Johann, Oberndorf, Kirchdorf und Erpfendorf bei der Schneeschuh-Europameisterschaft in Kirchdorf ursprünglich gerechnet. Jetzt wurde die Veranstaltung, die von 17. bis 19. Jänner über die Bühne gehen hätte sollen, abgesagt. Ersatz gibt es keinen. Schnee hätte die Region zwar genug, offensichtlich aber zu viel, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Die Absage hat laut TVB aber mehrere Gründe: Einige Strecken hätten durch aktuell lawinengefährdete Passagen geführt. Die Sicherheit der Athleten, Mitarbeiter und Zuschauer stehe jedoch an allererster Stelle.

Es gab aber auch noch andere Gründe für die Absage: „Beispielsweise führte die teils sehr dramatische Berichterstattung in den Medien – besonders im wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland – zu großer Verunsicherung und somit zu einem geringeren Interesse an der Veranstaltung“, heißt es seitens des Tourismusverbandes. „Aber auch die terminliche und geografische Nähe zur WM im Trentino vor zwei Wochen hat sich laut TVB-Geschäftsführer Gernot Riedel negativ auf die Anmeldungen ausgewirkt.“

Die Europäischen Winterwandertage vom 17. bis 20. Jänner in der Region werden nicht abgesagt, sondern finden in einer reduzierten Form statt.

Riedel: „In Absprache mit der World Snowshoe Federation ist geplant, die Schneeschuh-Europameisterschaft in Kirchdorf im nächsten Winter durchzuführen.“

Ebenfalls abgesagt wird das 19. Kaiserwinkl Alpin Ballooning in Kössen und Walchsee, weil es nicht möglich sei, geeignete Startplätze für die 50 Ballone zur Verfügung zu stellen. Ballonteams hätten aber nur wenige abgesagt, weshalb die gewerblichen Ballonfahrten uneingeschränkt stattfinden werden.