Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.01.2019


EBEL

Angeschlagene Haie wollen sich an Linz festbeißen

Das nächste „Endspiel“ steigt für die Haie heute (19.15 Uhr) in Linz. Angesichts der Ausgangslage wäre ein Sieg durchaus sensationell.

Die ersatzgeschwächten Haie um Headcoach Rob Pallin müssen in Linz noch näher zusammenrücken.

© gepaDie ersatzgeschwächten Haie um Headcoach Rob Pallin müssen in Linz noch näher zusammenrücken.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Bei den ersatzgeschwächten Innsbrucker Haien, die heute nach den Ausfällen von Clemens Paulweber (Ellbogenverletzung) und Ondrej Sedivy (Beckenprellung) nur mit neun Angreifern in Linz auflaufen, muss jedes Rad in das andere greifen. Vielleicht war es sinnbildlich, dass Headcoach Rob Pallin gestern beim Abschlusstraining in der heimischen Tiwag-Arena lange mit Alexandre Lavoie sprach. Der 26-jährige Kanadier hat in Sachen Zweikampfstärke viel Luft nach oben. Und die Haie dürfen im Finale des Grunddurchgangs keinem Duell mehr aus dem Weg gehen.

„Play smart, play hard“, stapfte Kapitän Tyler ­Spurgeon gestern mit einem Lächeln in die Kabine. „Wir müssen intelligent und hart spielen“, brachte Verteidiger Flo Pedevilla das Leitbild in deutscher Sprache auf den Punkt. Es war trotz der dünnen Kaderdecke und der schweren Ausgangslage kein Jammern und Zaudern zu hören. „Die Jungs sind hungrig“, streute auch Headcoach Rob Pallin bei einem Blick durch die eigenen Reihen ein. Im Wissen, dass das vierte Saisonduell mit den Stahlstädtern eine ganz harte Nuss wird.

„Sie stellen vom Kader her immer noch ein Team, das Meister werden kann. Und in einer Nacht kann viel passieren“, weiß HCI-Goalie Luka Gracnar, dass es mit der Berechenbarkeit in der Erste Bank Eishockey Liga nicht ganz so einfach ist. Dazu muss man nur einen Blick auf die Saisonduelle werfen: Das erste Match in Linz haben die Haie in Overtime gewonnen, dafür beide Heimspiele gegen die Black Wings verloren. Das Gesetz der Auswärtsserie würde somit für die Haie sprechen.

Aber die EBEL folgt keiner Logik. Ein Gefühl, das in diesen Stunden auch die Vorstandsetage des HC Innsbruck nährt. Denn als „Schmalspur-Indianer“ werden sich die Haie wohl eher nicht für die Play-offs qualifizieren. Die Verpflichtung eines neuen Legionärs, der den Angriff breiter macht, scheitert(e) vorerst am Geld. Ein einzelnes Match kann man mit dem letzten Aufgebot zwar möglicherweise kaschieren, die schweren kommenden Wochen, in denen beim voraussichtlichen Gang in die Qualifikationsrunde ein Endspiel nach dem anderen droht, wohl eher nicht. „Es fehlt ein Teil im Puzzle“, nickt Pallin, der sich um eine Neuerwerbung bemüht. Die Hoffnung besteht, dass Sedivy beim nächsten direkten Duell zuhause gegen Znojmo am Sonntag (17.30 Uhr) wieder auflaufen kann.


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