Letztes Update am Fr, 25.01.2019 15:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Sechs ÖSV-Läuferinnen landeten im Training in den Top sieben

Das Training am Freitag in Garmisch-Partenkirchen wurde zu rot-weiß-roten Festspielen. Mirjam Puchner überraschte mit der Bestzeit.

Mirjam Puchner überraschte im Garmisch-Training mit der schnellsten Zeit.

© gepaMirjam Puchner überraschte im Garmisch-Training mit der schnellsten Zeit.



Garmisch-Partenkirchen – im WM-Winter so starke Speed-Damen haben im zweiten Training für die auf Sonntag verschobene Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen mit Bestzeit für Mirjam Puchner sowie sechs Läuferinnen in den Top sieben für ein starkes Ergebnis gesorgt. Damit zählen sie in beiden Speedrennen am Wochenende in Bayern zu den Mitfavoritinnen. Im vorgezogenen Super-G am Samstag fehlt Topfavoritin Mikaela Shiffrin.

Die US-Amerikanerin ist schon im WM-Modus und lässt das wetterbedingt auf Samstag vorgezogene Rennen aus, obwohl die zur Allrounderin gewordene Slalom-Spezialistin in diesem Winter bei allen drei Starts im Super-G auch gewonnen hat. Während die verletzt gewesene Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia (ITA) in Garmisch wieder dabei ist, verzichtet Shiffrins Landsfrau Lindsey Vonn nach dem Kurz-Comeback in Cortina d‘Ampezzo aufgrund ihrer Knieprobleme auf ein Antreten.

Hinter Puchner und der Schweizerin Corinne Suter komplettierten am Freitag bei optimalen Bedingungen Ramona Siebenhofer, Stephanie Venier, Nicole Schmidhofer, Christina Ager und Cornelia Hütter auf den Plätzen drei bis sieben eine Machtdemonstration der ÖSV-Damen. Puchners Bestzeit überraschte insofern, als sich die 26-jährige Tirolerin nach ihrem bei der WM 2017 erlittenen Schien- und Wadenbeinbruch samt Nach-Operation im Herbst in ihrer Comeback-Saison befindet.

„Gott sei Dank denke ich nicht mehr dran“, sagte Puchner, die in Garmisch auch auf Ratschläge ihres als Rennläufer zurückgetretenen Bruders Joachim baut. „Vor allem im Mittelteil habe ich es gut umgesetzt. Ich kann mir von ihm viele Tipps holen, er hat viel Erfahrung, das gibt eine gewisse Sicherheit“, erklärte Puchner. Als Mitfavoritin sieht sich die Tirolerin am Sonntag (11.30 Uhr) freilich ebenso nicht wie als heiße WM-Kandidatin. „Da müsste ich meine Trainingsleistung wohl wiederholen“, weiß Puchner. „Eine Trainings-Bestzeit ist aber auf alle Fälle gut. Da weiß man, dass man am richtigen Weg ist.“

Während die Programmänderung auch in Bayern dem Wetter zuschulden war, waren die Damen am Freitag über perfekte Bedingungen auf der Kandahar-Strecke begeistert. Auch der am Vortag so kritisierte obere Sprung war abgetragen und kein Thema mehr. „Es war nur noch ein Hupferle“, meinte etwa Siebenhofer. „Der zweite Sprung ist weit, aber nur einen Meter hoch, also kein Problem.“ (APA)

Abfahrtstraining der Damen in Garmisch-Partenkirchen

1. Mirjam Puchner (AUT) 1:40,22 Minuten

2. Corinne Suter (SUI) +0,08 Sekunden

3. Ramona Siebenhofer (AUT) 0,25

4. Stephanie Venier (AUT) 0,44

5. Nicole Schmidhofer (AUT) 0,46

6. Christina Ager (AUT) 0,47

7. Cornelia Hütter (AUT), Sofia Goggia (ITA) und Lisa Hörnblad (SWE) alle 0,55

10. Michelle Gisin (SUI) 0,65

Weiter: 12. Ricarda Haaser 0,81 - 19. Nina Ortlieb 1,17 - 20. Tamara Tippler 1,22 - 25. Ariane Rädler 1,52 - 28. Elisabeth Reisinger 1,75. Nicht im Ziel: Nadine Fest (alle AUT)