Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 01.02.2019


EBEL

Neo-Teamspieler Wachter und die Haie sehen rot

Mit dem schweren Heimspiel gegen den KAC biegen die Innsbrucker Haie am Freitag (19.15 Uhr) ins Finale des Eishockey-Grunddurchgangs.

Hinein ins Getümmel – vielleicht kann Teamspieler Daniel Wachter heute das KAC-Bollwerk um Goalie Lars Haugen überwinden.

© gepaHinein ins Getümmel – vielleicht kann Teamspieler Daniel Wachter heute das KAC-Bollwerk um Goalie Lars Haugen überwinden.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Vorweg: Es gibt in dieser Saison einen großen Sieger in den Kreisen der Haie – Fliegengewicht Daniel Wachter wurde nach starken Leistungen jetzt auch für den Österreich-Cup, der kommende Woche in Klagenfurt steigt, in den Kader des Nationalteams nachnominiert. „Der Teamchef (Roger Bader, Anm.) hat mich zwar beim Mittagsschlaf erwischt, aber ich habe mich brutal gefreut. Das ist etwas ganz Besonderes“, strahlt der 21-Jährige, der bei einem Freundschaftsspiel gegen Ungarn schon einmal im rotweißroten Dress aufgelaufen ist, übers ganze Gesicht. Zumal es für den gebürtigen Villacher in der Halle des Erzrivalen (KAC) und vor den Augen der Familie ja ein echtes Heimspiel wird.

Heute ruft der Liga-Alltag die Haie wieder auf den Plan. Und Rot-Weiß sind die Dressenfarben des Gegners, gegen den man in dieser Saison nur einen Punkt holen konnte. In drei Spielen (1:5, 1:3, 2:3 n. V.) gab es gegen die beste Defensive der Liga mit dem besten Goalie (Lars Haugen hält bei 92,8 Prozent Fangquote) nicht wirklich etwas zu holen.

Im Kampf um die wertvollen Bonuspunkte für die anstehende Qualifikationsrunde – Platz sieben (6 Punkte), acht (4), neun (2) und zehn (1) – müssen die Haie beim schweren Heimdoppelpack gegen den KAC und die Vienna Capitals im Fernduell mit der Konkurrenz anschreiben. „Wir haben uns selber in diese Situation gebracht, dass wir jeden Punkt brauchen“, kommentiert Tyler Spurgeo­n trocken. Der Kapitän ist einer jener, von denen sich Headcoach Rob Pallin Leadership erwartet: „Meine Mannschaftsstützen müssen meine besten Spieler sein. Sie alle müssen jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und einen Ruck durch das Team bringen.“ Zudem, wie Wachter meint, könne man sich mit Erfolgserlebnissen gegen zwei Große im Finale des Grunddurchgangs auch noch eine breitere Brust holen. Toptorjäger Andrew Yogan ließ gestern das Training aus, soll heute aber auflaufen können. „Es ist wichtig, gegen jedes Team zu gewinnen“, will Spurgeon gegen seinen Ex-Klub den ersten Saisonsieg feiern. Die Haie wollen wie ein wilder Stier im Kollektiv gegen den KAC rotsehen.

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