Letztes Update am Mo, 11.02.2019 17:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Seefeld 2019

ÖSV-Aufgebot für Heim-WM in Seefeld mit Gruber, aber ohne Tiroler Denifl

Dem Stubaier Willi Denifl bleibt bei der Nordischen Heim-Weltmeisterschaft in Seefeld nur die Zuschauerrolle. Bernhard Gruber bekam überraschend den Vorzug.

Willi Denifl wurde nicht für die Heim-WM in Seefeld nominiert.

© gepaWilli Denifl wurde nicht für die Heim-WM in Seefeld nominiert.



Seefeld — Der ÖSV hat am Montag sein sechsköpfiges Aufgebot in der Nordischen Kombination für die WM in Seefeld nominiert. Das Team für die Titelkämpfe von 20. Februar bis 3. März mit vier Kombinations-Entscheidungen bilden Franz-Josef Rehrl, Mario Seidl, Martin Fritz, Lukas Klapfer, Lukas Greiderer und überraschend auch Ex-Weltmeister Bernhard Gruber.

Letztgenannter bekam den Vorzug gegenüber Wilhelm Denifl. Der Tiroler muss - trotz deutlich besserer Weltcup-Saisonergebnisse - beim Höhepunkt in seiner Tiroler Heimat zuschauen. "Leider kein Ticket ergattert für die WM in Seefeld. Hab alles versucht und gekämpft, hat halt nicht gereicht", kommentierte der 38-jährige Denifl seine Nichtberücksichtigung auf Facebook enttäuscht.

„Wir sind dieses Jahr seit langem wieder in der glücklichen Lage, dass wir für die WM-Nominierung auf ein geschlossen starkes Team zurückgreifen können. Leider hat das auch zur Folge, dass Athleten, die ebenso WM-würdige Leistungen gebracht haben, nicht nominiert werden können. Fast alle haben das ganze Jahr über super Leistungen gezeigt, die Entscheidung über den letzten Platz im Aufgebot ist dann für Bernhard Gruber gefallen. Berni hat in den letzten Wettkämpfen ansteigende Form bewiesen, ebenso hat er sich die gesamte Saison über läuferisch richtig stark präsentiert. Speziell für den Teambewerb, der ja sehr lauflastig ist, könnte er unser Joker sein", wurde Mario Stecher, Sportlicher Leiter Nordische Kombination und Skispringen im ÖSV, in einer Aussendung zitiert. (TT.com)